Kategorie: Kunstbetrachtungen

  • Portrait Wassily Kandinsky

    17,5 x 23,5 cm, Acryl auf Karton

    Wassily Kandinsky geb. 1866 in Russland gest. 1944 in Frankreich; Maler, Grafiker, Kunsttheoretiker, Mitbegründer der Redaktionsgemeinschaft „die Blauen Reiter“, Lehrer Weimarer Republik am Bauhaus, einer der Wegbereiter der abstrakten Kunst

    Zitat: „Farbe ist eine Kraft, die die Seele direkt beeinflusst“

    Quelle: berühmte zitate de; Wikipedia 

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  • Portrait Anita Rée

    Anita Rée, 30 x 30 cm, Acryl auf Karton

    Anita Rée bildende Künstlerin.

    geboren 1885 in Hamburg – gestorben 1933 auf Sylt

    Anita Rée gilt heute als eine der wichtigsten KünstlerInnen der Moderne. Ihre Bilder und ihr trauriges Schicksal berühren mich sehr. Während des Nationalsozialismus unter Hitler wurde sie auf Grund ihrer jüdischen Wurzeln, von der Hamburgischen Künstlerschaft als „artfremdes Mitglied“ diffamiert und ausgeschlossen. 

    Schon seit längerer Zeit war Anita Rée durch die Anfeindungen und auch durch persönliche Enttäuschungen vereinsamt, so dass sie sich am 12. Dezember 1933 das Leben nahm. Kurz bevor sie gestorben ist schrieb sie an ihre Schwester Emilie in Hamburg  Zitat: „Welchen Sinn hat es, ohne Familie und ohne die einst geliebte Kunst und ohne irgendeinen Menschen in so einer unbeschreiblichen, dem Wahnsinn verfallenen Welt weiter einsam zu vegetieren und allmählich an ihren Grausamkeiten innerlich zugrundezugehen?“ 

    Ihr wunderbares facettenreiches Werk, dass bevor die Nazis an die Macht kamen, viel Beachtung fand, geriet in Vergessenheit. 

    Der Hausmeister der Hamburger Kunsthalle Wilhelm Werner hat in einem mutigen Akt, die Bilder von Anita Rée vor der Beschlagnahmung durch die Nazis gerettet , und sie in seiner Wohnung versteckt. Seiner Zivilcourage ist es zu Verdanken, dass viele Bilder erhalten sind. 

    In der Hamburger Kunsthalle befinden sich mehr als 30 Gemälde und viele Grafiken der Künstlerin, die 2017/2018 mit einer großen Retrospektive mit über 200 Exponaten postum geehrt wurde. Viele Bilder und Informationen können auf der Webseite der Kunsthalle abgerufen werden.

    Auch der Kunsthandel zeigt vermehrt Interesse an den Werken von Anita Rée. Diese erzielen inzwischen Höchstpreise im sechsstelligen Bereich. 

    Schade dass Anita Rée diese Anerkennung und Aufmerksamkeit, die ihr auch literarisch erteilt wird, nicht erleben konnte. 

    Quellenangaben: Buch: Anita Rée Der Zeit voraus. Eine Hamburger Künstlerin der 20er Jahre von Annegret Erhard erschienen Edition Braus Berlin GmbH 2013

    geschichtsbuch.hamburg.de pdf Oskar Sasse ein 16 jähriger Schüler widmete sich für einen Geschichtswettbewerb Anita Rée. Wie er schreibt hat mich sehr beeindruckt!

    hamburger-kunsthalle.de suchleiste Anita Rée

  • Portrait A. R. Penck

     

    A.R. Penck, 26 x 26 x 2,5 cm, Acryl auf Kartonage aus Pizzakarton

    A.R.Penck (Künstlername), alias Ralf Winkler geb.1939 in Dresden – gest. 2017 in Zürich;
    deutscher Maler; Grafiker, Bildhauer und Jazzmusiker

    Freigeist in Ost- und Westdeutschland

    Zitat: „“Alles ist paradox und schizophren, flach und großartig, extrem reaktionär und extrem fortschrittlich, dekadent und faschistisch. Ich bin das auch! Sie auch!“ Quelle: quotez.net

  • Ausstellungstipp Anna Elisabeth Berger im Kunsttreff Quiddezentrum München

    Die Ausstellung „Wort Form Gestalt“ von Anna Elisabeth Berger ist noch bis zum 19.08.2018 zu sehen im Kunsttreff Quiddezentrum; Quiddestr. 45/81735 München

    Öffnungszeiten: jeweils 13 bis 18 Uhr

    Die Künstlerin  Anna Elisabeth Berger zeigt Objekte aus Papier. Kleine und größere Skulpturen die mich sehr beeindruckt haben. Kleine filigrane Papierwesen sind auf dem Boden arrangiert und haben mich bezaubert. Eine größere Skulptur im Raum wirkt als sei sie aus Bronze. Die Werke sind auch käuflich zu erwerben. Gedichte und Textcollagen der Künstlerin sind neben den Plastiken zu sehen. Anna Elisabeth Berger ist während der Öffnungszeiten anwesend. Interessierte haben die Möglichkeit zuzuschauen während sie arbeitet und können unter Anleitung selbst etwas gestalten. Fotos und Blogeintrag mit freundlicher Genehmigung. Webseite www.elisabeth-berger.de

  • Portrait G.Richter

    15 x 15 cm, 5,9 x 5,9 inch, Acryl auf Pizzakarton

    Nach einer s/w Fotographie von Benjamin Katz aus ca. 1988

    Über eine Ausstellung in der städtischen Galerie im Lenbachhaus in München 2013  http://www.lenbachhaus.de/ausstellungen/2013/gerhard-richter-atlas/ konnte ich mich mit der Arbeit dieses Künstlers etwas näher auseinandersetzen. Über seinen berühmten Atlas bekam man Einblicke in seine Arbeitsweise.  Online fand ich einen Artikel in -der Zeit- (aus 2012 anlässlich der Berliner Ausstellung „Panorama“) des Kunstkritikers Hanno Rauterberg über Gerhard Richter in dem mich zwei Ausschnitte ansprachen.

    Zitat aus o. Artikel: „Richter ist ein Künstler des postideologischen Zeitalters. Er verschafft der Kunst eine neue Freiheit, er entlastet sie von Symbolen und Behauptungen. Er überführt sie in ein stilles Reich der Neutralität, in dem Klorollen ebenso bildwürdig erscheinen wie Stühle, Kampfflieger, tote Terroristen oder auch abstrakte Farbenflecke. Richter kokettiert mit dem Banalen, seine Kompositionen sind oft so schlicht wie seine Sujets, und manchmal drohen die Bilder ins Beliebige zu kippen. Doch findet Richters größte Tugend, seine Gelassenheit, stets ein Gegengewicht: in seinem Perfektionismus.“

    Zitat aus o.Artikel: „Diese Welt zu überstehen“, das sei der eigentliche Sinn und Zweck seines Schaffens, sagt Richter im Katalog der Berliner Ausstellung. “ (Quelle :http://www.zeit.de/2012/07/Maler-Gerhard-Richter/seite-3)

     

  • Portrait; Ai Weiwei

    26 x 26 cm, Acryl auf Leinwandkartonage aus Pizzakarton

    Der chinesische Künstler Ai Weiwei ist wohl einer der bekanntesten lebenden Künstler weltweit. Wie bei vielen Künstlern die sich stark selbst inszenieren, und ihre politische Meinung über den künstlerischen Ausdruck formulieren, gehen auch bei ihm  die Meinungen auseinander. Von den Einen hoch gelobt, und von den Anderen kritisiert. Ich finde es schwierig sich eine Meinung über ihn zu bilden, gerade weil  die politische Äußerung in seinen Werken eine große Rolle spielt, und diese oft mit einem ironischen Seitenhieb versehen sind. (Inspiration sollen ihm Marcel Duchamp und Andy Warhol sein). Die politischen Zusammenhänge ihn China sind sehr komplex, und ich weiß zu wenig über dieses Land um das alles zu verstehen. Aber  allgemeingültige Grundbedürfnisse/Menschenrechte nach z.B. freier Meinungsäußerung eines Menschen, kann glaube ich jeder nachvollziehen, und ein Hauptanliegen von Ai Weiwei ist es u.a. diesbezügliche Missstände in China anzuprangern.

    Wenn sich ein Künstler für Freiheit einsetzt gefällt mir das, und mutige Aktionen von Ai Weiwei, die die behördlichen Handlungen der Staatssicherheit (Überwachungskameras vor dem Haus des Künstlers) ad absurdum führen, in dem er seinerseits 4 Webcams in seinem Haus installiert und über das Internet Jedem Nutzer Einblick in seine privaten Räume zugänglich macht, auch. Unabhängig davon, ob ich die Hintergründe, Symbolik etc. eines Kunstwerkes von Ai WeiWei durchschaue, gefallen mir einige seiner Werke sehr. Da ich ja ein Stillleben Fan bin, habe ich einen  Link eingestellt wie Ai WeiWei z.B. das Thema „Trauben“ behandelt. Ich denk es lohnt sich, sich mit diesem Künstler intensiver auseinanderzusetzen. Quelle u.a. Wikipedia, Zeitschrift Art

     

  • Edouard Manet

    26 x 26 cm, Acryl a Pizzakarton, als Teil einer Serie nicht verfügbar

    Die berühmtesten Gemälde des französischen Malers Edouard Manet (1832 – 1883), lösten auch gleichzeitig  eine der größten Skandale der Kunstgeschichte aus. Wie sollte es anders sein ging es dabei um Moral, Anstand und nackte Körper. Die Bilder „Das Frühstück im Grünen“ und „Olympia“ können  auch heute noch starke Emotionen hervorrufen und werfen Fragen auf. Es ist interessant zu sehen, dass beide Szenen in einer Tradition stehen, Verbindungen zu anderen Malern haben, und von unterschiedlichen Malern in unterschiedlichen Epochen aufgegriffen und beantwortet wurden. „Das Frühstück im Freien“ z. B. von Tizian/Watteau/Monet (unvollendet)/Cezanne/Picasso und „Olympia“ z.B.von Giorgione/Tizian/Goya/Picasso. (Quelle Wikipedia siehe angegebene Links).

  • Jonathan Meese; Portrait

    26 x 26 cm, Acryl auf Pizzakarton; als Teil einer Serie nicht verfügbar

    Jonathan Meese (geb.1970 in Tokio) ist für mich einer der interessantesten  Künstler der Gegenwart. Seine Kunst polarisiert und er wird oft das „enfant terrible (schreckliches Kind)“ der Kunstwelt genannt.  Entweder man findet ihn genial, oder man denkt er sei ein Scharlatan, ein Verrückter. Ich tendiere (nach längerer Auseinandersetzung) zu genial, obwohl ich nicht jedes Kunstwerk (oder jede Aktion) seiner Massenproduktionen gut finde. Eine  „Diktatur der Kunst“ sei das angestrebte Ziel; die notwendige Revolution die unseren Planeten rette, vertritt Jonathan Meese in seiner Kunst. Jeder Mensch soll unzensiert alles was  er empfindet in Kunst ausdrücken, und ansonsten die Welt mit seinen Empfindungen und Bedürfnissen (u.a Aggression, Gewalt. Machtansprüche etc.) in Ruhe lassen und freundlich sein.; so könne die Welt heilen. Lieber „Soldaten“ der Kunst sein und für die Kunst „stramm stehen“ oder „Soldaten“ in der Kunst spielen, statt im echten Krieg oder Diktatur. So verstehe ich seinen Ansatz jedenfalls und diese Vorstellung mag ich sehr.  Der hochintelligente, belesene und begabte Jonathan Meese lebt seine Kunst und Überzeugung mit seinem ganzen Sein. ( in einer schützenden Blase, die ihm seine Mutter, Freunde, Geld, oder der Kunstbetrieb bieten). Symbole und menschliche Gesten, die überfrachtet und ausgebeutet wurden von diktatorischen oder religiösen Ideologien tauchen immer wieder in seinen Bildern und Performances auf. Er will sie dadurch entmythologisieren, entlarven und befreien. Missbrauchten Symbolen und Gesten soll zurückgegeben werden was sie ursprünglich einmal waren; Formen und körperliche Bewegungsmöglichkeit. Viel Persönliches aus seinem Leben findet sich aber auch in seiner Kunst, alles fließt in sie hinein. Er geht sehr offen damit um und steht z.B. auch öffentlich zu seiner sehr engen Mutterbindung. Er selbst sagt Zitat: „Ich weiss nicht ob dass was ich mache Kunst ist.“ Das ist doch sehr ehrlich….und geht es uns nicht allen so, dass wir nicht wissen was Kunst denn nun genau ist? Er sagt auch: „Ich will nicht das machen was ich schon kann; ich kann doch die Kunst nicht mit meinem Können belästigen.“  Dieser Satz amüsiert mich und macht mich gleichzeitig nachdenklich. Wie der Kunstbetrieb Jonathan Meese vereinnahmt finde ich allerdings fragwürdig….. (Quelle der Zitate : You tube Video  Hautnah, Künstlerportrait Arte 2008)

  • Kleine Abstraktion 28

    15 x 15 cm, Acryl auf Pizzakarton

    Die gängige Meinung über die Abstraktion ist, das sie zu Beginn des 20. Jahrhunderts ca. 1912 erfunden wurde. Die Ausstellung „Turner – Hugo – Moreau Abstraktion vor der Abstraktion“ in der Schirn Kunsthalle Frankfurt von Oktober 2007 -bis Januar 2008 ( die Untermauert wurde von einer umfassenden Recherche der Uni Heidelberg), hat aber eindeutig belegt, daß die Abstraktion weit früher „erfunden“ wurde. Der Verdienst  der Avantgarde der modernen abstrakten Malerei liegt darin, dass die Abstraktion zu einer anerkannten Kunstform erklärt, und sie in den damaligen Mittelpunkt der  Aufmerksamkeit gestellt wurde. Abstraktionen kann man  in vielen Werken unterschiedlichster Epochen und Künstlerinnen und Künstler finden. Unter diesem Link (Pdf Datei) (Nachtrag der Link ist leider nicht mehr aufrufbar) könnt Ihr die wissenschaftlichen Erkenntnisse  von Prof. Dr. Raphael Rosenbaum Uni Heidelberg nach lesen.

  • Feldflasche 7

    Feldflasche 7, 26 x 26 cm, Acryl auf Pizzakarton; als Teil einer Serie nicht verfügbar

    In meiner Serie zu einer Feldflasche in die das Jahr 1939 eingraviert ist, konzentriere ich mich beim Malen nur auf die Gegenstände und was sie in mir auslösen. Natürlich gehen mir dabei auch Gedanken durch den Kopf, die mit der deutschen Geschichte zu tun haben. Die intellektuelle Auseinandersetzung interessiert mich dabei aber nur am Rande. Ich habe das Jahr 1939 gegoogelt und bin wie erwartet auf bittere politische Ereignisse gestoßen. Es hat mich dann auch interessiert, wer in dem Jahr als die Feldflasche produziert wurde, geboren wurde. Auf Wikipedia zu 1939 sind viele Namen von Persönlichkeiten aus diesem Jahrgang aufgelistet, und ich bin erfreut an einem Namen hängengeblieben, dessen Trägerin mich vor vielen Jahren fasziniert hatte. Judy Chicago, eine feministische Künstlerin die mit ihrer Arbeit „The Dinner Party“ bekannt wurde, und über deren Entstehung ich mich damals durch das Buch „Durch die Blume“ informiert habe. Das mir jetzt der Name des Buches wieder einfällt, zeigt wie sehr es mich als junge Frau beeindruckt hat. Diese Arbeit wurde in Künstlerkreisen sehr kontrovers diskutiert und von einigen Künstlern mit dem „Kitsch“ Attribut belegt. Dieser Vorwurf wird in einer interessanten Arbeit von Alice Schmatzberger: (Nachtrag, der Link ist leider nicht mehr aufrufbar) und  Judy Chicago’s “ The Dinner Party“ und die Frage nach Kitsch (Pdf Datei) untersucht. Eine weitere Arbeit von Judy Chicago ist  „das Holocaust Projekt“

  • Venedig 5; und Biennale 2011

    15 x 15 cm,Acryl auf Pizzakarton

    Einen sehr kritischen Text zur Biennale habe ich in der Online-Präsenz der Zeitschrift  DieZeit gefunden. Der Autor Hanno Rauterberg betitel ihn mit „Schlechte Kunst hat viele Gesichter. Auf der Biennale in Venedig lassen sie sich neu entdecken.“ Er ist auf jeden Fall interessant zu lesen. Ich finde es immer gut, sich auch mit kontroversen Meinungen zu beschäftigen um die eigene Meinung zu finden. Man kann ja nun auch nicht gerade behaupten, dass es leicht sei eine eigene Meinung über das Kunstgeschehen zu entwickeln. Hanno Rauterberg gibt hier eine kleine Hilfestellung. Er sagt:“ In fünf Schritten kann man sich einem Kunstwerk nähern. 1.Was sagt mir mein Kunstgefühl? 2. Finde ich Gefallen? 3.Wird mir die Kunst verständlich? 4.Was gibt mir die Kunst? Und: 5.Will ich mir das Kunstwerk immer wieder anschauen oder reicht der eine Blick?. Gefunden in   www.literaturkritik.de. Im dortigen Rezensionsforum wurden von Georg Patzer 2 Bücher besprochen zum Thema: „Darf man sich ein eigenes Urteil über moderne Kunst erlauben? Ich finde bei Allem (gilt auch für die grossen Denkerinnen und Denker) was man so liest, sollte man seinen gesunden Menschenverstand einschalten und sich sagen:“ Das ist ein Mann/eine Frau die/der eine Meinung hat und sie äußert…. und vielleicht ist sie hilfreich.

  • Georgia O‘ Keeffe; Acrylportrait

    15 x 15 cm, Acryl auf Pizzakarton

    Georgia O‘ Keeffe im Alter von 90 Jahren, nach einem Foto von Malcolm Varon. Die amerikanische Malerin ist besonders durch ihre Blumenbilder berühmt geworden, die zusammen mit ihren wunderbaren Landschaftsbildern ihre tiefe Verbundenheit mit der Natur ausdrücken. Deshalb hatte ich wohl das Bedürfnis ihr Gesicht in Erd- und Grüntönen zu malen. Sie sagte (Zitat):“ Eine Blume ist verhältnismäßig klein. Jeder verbindet eine Reihe von Vorstellungen mit einer Blume, mit der Idee der Blume (…) Doch in gewisser Weise betrachtet Niemand eine Blume wirklich. Sie ist so klein – wir haben keine Zeit -, zum Anschauen aber braucht man Zeit, so wie Freundschaften Zeit erfordern (…) Also sagte ich mir, ich werde malen, was ich sehe, was die Blume mir bedeutet. Aber ich werde sie gross malen und so die Leute dazu bringen, sich Zeit zu nehmen, sie zu betrachten. Ich werde sogar die geschäftigen New Yorker dazu bringen, dies zu tun.“  Bilder von Georgia O’Keeffe über diesen Link. “ Für Georgia O‘ Keeffe gab es keine Trennung von abstrakter und gegenständlicher Malerei. Zitat:“ Ein Hügel oder ein Baum macht noch kein gutes Bild, nur weil ein Hügel oder ein Baum zu sehen ist. Auf das Zusammenspiel von Linien und Farben kommt es an, dadurch entsteht Ausdruck. Für mich ist genau das die Grundlage von Malerei. Die abstrakte ist oft die eindeutigste Form für das Unbestimmte in mir, das ich nur durch malen klarmachen kann.“ Sie hatte die künstlerische Vision einer symbolischen Übersetzung ureigenster Erfahrungen in abstrakte Form und war geprägt von der Theorie und Malerei Kandinskis. Quelle: Britta Benke „Georgia O‘ Keeffe 1887 – 1986 Blumen in der Wüste“ Benedikt Taschen Verlag 1994

    “Schafft Kunst Illusion” fragt Roswitha Geisler in unserer vorletzten Blogparade. Vielleicht habt Ihr Lust bis Sonntag bei ihr im Blog mitzudiskutieren.

    Am Montag findet unsere letzte Blogparade bei Frank Koebsch s.u.

    20.06.2011 : im Blog von  Frank Koebsch

    Infos zur Blogparade bitte hier klicken

  • KA5, kleiner Garten und 9. Kunstfrage „Ist Kunst Illusion“

    15 x 15 cm, Acryl auf Pizzakarton

    „Schafft Kunst Illusion?“ ist die 9. Kunstfrage. Meine Antwort in Roswitha Geisler Blog lautete, als Reaktion auf die Beiträge, so: “ Und wenn dann die Illusion des Malenden auf die Illusion des Betrachtenden trifft wird es richtig spannend. Ich frage mich gerade wo der Unterschied ist von Projektion und Illusion. Ich glaube die beiden haben eine enge verwandtschaftliche Beziehung. Ich glaube auch, dass Bilder Illusionen sind. Sie spiegeln die Realität und können vieleicht helfen sie besser zu begreifen. “ Ich glaube aber auch, dass das Wort Illusion wieder unterschiedlich interpretiert wird, laut Wikipedia ist es eine Sinnestäuschung, das stimmt auch. In eine gemalte Landschaft kann man nicht hinein gehen. Und trotzdem steckt in einem Bild auch etwas Reales. Ein Bild transportiert die erlebte innere und äußere Wirklichkeit des Künstlers in die sichtbare Welt. Der Betrachtende nimmt die andere Wirklichkeit über die Augen auf, und interpretiert sie aus der eigenen inneren und äußeren Wahrnehmung heraus.  Die beiden Welten treffen ganz real aufeinander. Wenn ich in einen Spiegel schaue, dann ist der Spiegel z.B das fotorealistische Bild. Ich betrachte mich ganz real, und trotzdem ist das Spiegelbild eine Illusion. Obwohl das Spiegelbild fotorealistisch „gemalt“ ist würde ich es, je nach Tagesform anders wahrnehmen als z. B. eine Freundin. Ich :“Mein Gott sehe ich heute z.B. alt aus“ Eine Freundin :“Finde ich gar nicht, Du siehst schlank, hübsch und jünger aus!“ Dafür liebt man u.a. seine Freundinnen. Oder andersum; ich finde mich im Spiegel total hübsch und denke:“ man heute sehe ich aber richtig gut aus!“ Gehe auf die Straße und kein Mensch guckt mich an :-). Tja so ist das mit den eigenen und fremden Wahrnehmungen. Aber Bilder können Brücken schlagen vom einen Individuum zum Anderen. Ich finde das wertvoll.

    “Schafft Kunst Illusion” fragt Roswitha Geisler in unserer vorletzten Blogparade. Vielleicht habt Ihr Lust bis Sonntag bei ihr im Blog mitzudiskutieren.

    Unsere letzte Blogparade findet statt am:

    20.06.2011 : bei Frank Koebsch Infos zur Blogparade bitte hier klicken

  • And the winner is……..?

    alle Namen der Teilnehmenden sind auf einem Zettel…

    …werden zu Losen gefaltet …

    … kommen in  einen dunklen, dichten Beutel….

    … werden geschüttelt, ein Los wird von einer Hand gezogen ,…

    die Hand dreht sich, und zum Vorschein kommt….tata..

    ….Bianca gewinnt das Strandhaus.Herzlichen Glückwunsch!

    das Gleiche noch einmal….

    …. und Haweka  gewinnt Hanemühle. Herzlichen Glückwunsch!

    …ach ich könnte stundenlang so weiter machen, bis alle gewonnen haben, aber es gibt ja nur 2 Preise zu gewinnen. Bianca und Hendrik  ich freue mich für Euch, bitte schickt mir Eure Adresse wo ich es hinschicken soll an. Herzlichen Dank an alle die sich an meiner Blogparade beteiligt haben! Es hat Spaß gemacht und gezeigt, dass es einen Konsens gibt, was die Verwendung von Vorlagen angeht. Die Vorgehensweise wie ein Bild entsteht ist wichtig, und macht auch eine Künstlerpersönlichkeit mit aus, aber letztendlich zählt das Ergebnis. Ein Künstler sollte aus dem Vollen schöpfen können, Altes verwenden, Neues erforschen ohne sich einschränken zu lassen, oder sich selbst einzuschränken. Am Montag geht es mit Roswitha Geissler weiter! Infos zur Blogparade hier klicken

    Manchmal kommt es mir so vor, als müsste man als bildende/r KünstlerIn, wie ein Embrio, das sämtliche Entwicklungsschritte der Menschheitsgeschichte im Uterus bis zur Geburt durchläuft, ebenfalls im Zeitraffer alle kunstgeschichtlichen Stadien durchlaufen, um zum eigenen Ausdruck  finden zu können. Eine Chance, aber auch eine große Herausforderung,weil sich in den letzten 100 Jahren mehr verändert hat, als in tausend Jahren davor. Das ein oder andere Vorurteil kann dann auch an einem hängen bleiben und muss reflektiert werden; wie die Verwendung von Fotovorlagen im 19. Jahrhundert. Ich persönlich finde, dass nicht Jede/r dazu verpflichtet ist etwas Neues in die Kunst zu bringen. Manchmal ist es auch nur ein Nachahmen des gerade Neuen dass, wer auch immer es gerade vorgibt, bald schon wieder alt ist. (Heute darf nur hässlich; morgen nur schön; übermorgen lässt man nur noch malen, soll gar nicht mehr malen, darf nur noch am Pc malen, nicht mehr am Pc etc). Aber ich finde man kann durchaus auch aus dem großen kreativen Kochtopf der Menschheitsgeschichte etwas für sich rausfischen. Trotzdem ist doch jede Handschrift anders, daher neu und würzt das Gericht. Ich orientiere mich gerne an den großen KünstlerInnen der verschiedenen Epochen, die mir gefallen und lerne von Ihnen, aber ich muss mich auch nicht permanent mit ihnen vergleichen. Die großen Würfe machen ein paar wenige KünstlerInnen; hoffentlich, sonst verliert man ja völlig den Überblick. Mit offenem Blick das antike und zeitgenössische Kunstgeschehen wahrnehmen; die persönliche Weiterentwicklung und ein persönliches Vorwärtskommen in seiner Kunst anstreben; ist und bleibt wertvoll, und ich glaube sogar, dass es die Basis bietet für die großen Würfe.

  • 8. Frage zur Kunst:“Welche Bedeutung haben Vorlagen für ein eigenständiges Bild?“

    15 x 15 cm, Acryl auf Pizzakarton

    Liebe BesucherInnen, die achte Blogparadenwoche findet heute bei mir statt und meine Frage lautet:

    „Welche Bedeutung haben Vorlagen für die Entstehung eines eigenständigen Bildes?“ Spielt es eine Rolle ob ich z.B als Vorlage direkt vor der Natur male/zeichne, eine fremde oder eigene Fotografie nutze, nach einer Skizze arbeite, aus erinnerten und inneren Bildern schöpfe, oder Verschiedenes mixe? Sollte die Wahl der Herangehensweise auch ein Kriterium für den Wert eines Bildes sein? Oder können die unterschiedlichen Methoden, wonach ein gemaltes oder gezeichnetes Bild entsteht, gleichwertig nebeneinander stehen; zählt nur das Ergebnis?

    Wie denkt Ihr darüber? Ich bin sehr gespannt auf die Diskussion und freue mich darauf. Auf meine eigene Meinung und Vorgehensweise zum Thema gehe ich im laufe der Woche  noch genauer ein. Am Sonntag verlose ich das obige Strandhausbild und ein Überraschungspaket der Firma Hahnemühle unter den Diskussionsteilnehmenden. Ihr nehmt teil, indem Ihr einen Kommentar zur Frage schreibt. Wenn Ihr das erste Mal bei mir einen Kommentar schreibt muss ich ihn erst freischalten, was ich spätestens jeden Abend mache. Ich hoffe es wird interessant für Euch und wünsche viel Glück!

  • Strandhaus 13 und Hinweis zur 7. Kunstfrage „Darf Kunst auch einfach nur schön sein oder…….“


    26 x 26 cm, Acryl auf Pizzakarton

    Bis Sonntag könnt Ihr Euch noch beteiligen an der 7. Blogparadendiskussion zur Frage von Frank Hess (Link siehe unten): “ Darf Kunst auch einfach nur schön sein, oder benötigt sie einen Bezug oder Kontext?“ Am Dienstag habe ich dazu einen Kommentar in Franks Blog geschrieben den ich unten eingestellt habe. Es ist wieder eine sehr interessante Diskussion.Danach habe ich mich bemüht ein schönes Bild zu malen 🙂 Das Ergebnis seht Ihr oben. Ihr könnt  einen wunderbaren Tulpenstrauß von Frank Hess gewinnen und ein Paket der Firma Hahnemühle. Versucht Euer Glück! Am kommenden Montag bin ich dann dran mit meiner Frage zur Kunst!

    Der Schönheitsbegriff ist einerseits kulturell geprägt und andererseits auch subjektiv. Ein Bild als schön zu bezeichnen ist daher eine Mischung aus Beidem.“ Das Bild finde ich schön“ ist glaube ich Ausdruck eines Wohlgefühls beim Betrachtenden und die wenigsten trauen sich das noch zu sagen, weil viele MalereInnen das fast als Beleidigung betrachten. Warum kann ich nicht wirklich nachvollziehen, aber auch ich bin dazu übergegangen zu sagen : „Das Bild gefällt mir“, wenn ich nur ein kurzes Feedback geben möchte. Man weiß vielleicht gerade nicht warum man ein Bild schön findet, oder hat auch gerade keine Lust nach dem Grund zu suchen. Manchmal will man sich eben eine Blume einfach nur ansehen und nicht nach der tieferen Bedeutung suchen. Geht ja auch nicht immer jeden etwas an, warum der Künstler diese oder jene Neigung des Blattes gemalt hat und in welcher Phase sie/er gerade steckte. Wenn ein Künstler will, dass der Betrachtende seine Bildaussage versteht, dann wird er es auch deutlich mitteilen; sei es im Bild oder über den Titel. Alles andere ist  entweder Unvermögen oder für das Bild und den Betrachtenden nicht wichtig, lässt aber viel Raum für Spekulation. Was wäre die Kunst ohne Spekulation? Viele finden sie ja nur dadurch spannend. Ich glaube fast alle MalerInnen habe auch „schöne“ Bilder gemalt, in denen ausschließlich Farb- und Bildkomposition, Flächen, Linie, Hell- Dunkelkontraste etc. die größte Rolle einnehmen und in denen der „Sinn“ des Bildes war, ein Harmonisches Ganzes zu erschaffen und etwas vom Wesen des Künstlers zu transportieren (in der Linie, im Pinselduktus). .Besonders bei den Stillleben kann man die Schönheit der Bilder  bei fast allen großen MalerInnen bewundern. Die Schönheit bestimmter Bilder zu erkennen, braucht aber glaube ich manchmal auch eine Schulung des Auges und ist danch wieder Abhängig vom Geschmack. In diesem Sinne ist ein sehr schönes Bild zu malen  eine große Kunst. Her mit schönen Bildern. Ich liebe schöne Bilder. Es gibt vierle schöne Bilder. Ich versuche gleich ein schönes Bild zu malen.

    Infos  über die KunstBlogparade (KünstlerInnen, Termine, Links, bisherige Fragen, Gewinne)  und  zur Teilnahme an den Verlosungen,  vom 18.04 bis 26.06. 2011, über diesen internen Link zur Blogparade

    Aktuelle Frage von Frank Hess : “Darf Kunst auch einfach nur schön sein oder braucht sie einen Kontext oder Bezug?” Auf den Link unten klicken und mitmachen!
    30.05.2011: Frank Hess
    06.06.2011: Helen Königs
    13.06.2011: Roswitha Geisler
    20.06.2011: Frank Koebsch

  • Kleines Abstraktes und Hinweis zur 6. Kunstfrage: „Ist die Malerei ein Auslaufmodell?“

    KA 4, 15 x 15 cm, Acryl auf Pizzakarton

    M wie (Ur)Mutter A wie Ausdruck L wie Liebe E wie Einzigartig R wie Richtung E wie Erleuchtung I wie Inspiration.

    „Ist die Malerei ein Auslaufmodell“ fragt Anna Schüler in ihrer Blogparadenwoche. Was Malerei für mich bedeuten kann, seht Ihr oben in der Assoziationskette und ich rufe, nein schreie in den Äther:“ Will Jemand, dass das ausstirbt wie die Dinosaurier?“ Na ich jedenfalls nicht! Wenn die Malerei wie im Beitrag beschrieben altmodisch sein soll, dann bin ich eben altmodisch, aber auf eine besondere Weise, und ist das dann nicht schon wieder originell:-) Wenn die Malerei nichts besonderes mehr ist, weil es fast jede/r macht, dann ist das so, weil die Malerei wie eine Sprache ist, die jede/r lernen und sprechen kann. Das haben viele erkannt und wollen  die Malsprache erlernen. Wie man z.B. auch singen ,tanzen, Gedichte schreiben e.tc. lernen kann, um sich ganz persönlich und einzigartig  auszudrücken. Ob dann daraus ein Beruf oder eine Berufung wird hängt davon ab, welchen Preis man bereit ist dafür zu zahlen, in Zeit, Geld, Selbststudium, Studium, Weiterbildung etc. und das Quentchen Begabung kann auch eine Rolle spielen. Für die Einen bleibt es ein wunderschönes, geliebtes Hobby und das ist auch gut für die sogenannte Kreativwirtschaft; die Anderen wollen damit Geld verdienen, berühmt werden und das ist  auch gut für die Kreativwirtschaft :-). Auch in der Malerei gibt es sehr viele Menschen, die sie als Berufung sehen, die sehr viel dafür investieren und auch sehr gut sind. Die Konkurrenz ist  hoch und schläft nicht. Gleichzeitig verliert die Malerei ihren Status etwas Besonderes zu sein. Das schmerzt,  aber das ist in fast allen beruflichen Kreativ- und auch in vielen anderen Bereichen so. Es gibt kaum noch etwas, das nur wenige machen und daher etwas besonders ist.  Auf der anderen Seite, konnten glaube ich noch nie so viele Menschen mit der Kreativität Geld verdienen, das ist doch super. Je mehr Menschen malen, desto mehr Menschen lernen etwas über Kunst, lernen die eigenen Fähigkeiten einordnen, die Malerei besser einschätzen und können vielleicht dann  manchmal mit Recht  behaupten:“ Dass kann ich auch“ oder aber auch:“ da hat ein KünstlerIn enorm viel investiert/Talent. Ausserdem ist es für die Seele gut sich kreativ auszudrücken und kann zur Gesundung der Gesellschaft beitragen (da spricht die ehemalige Sozialpädagogin aus mir). Ich finde unsere Gesellschaft kann jede Form der Gesundung gut gebrauchen. Was ich eigentlich sagen will ist folgendes: Malerei: Wunderbar, nicht beirren lassen, weitermachen…und Alles ist letzlich ein Auslaufmodell und geht in den ewigen Kreislauf über. Neue Ausdrücksformen finden ist gut, aber das hat schon immer zur Kunst gehört, auch in der Malerei, ich würde sogar sagen, dass es der Motor der Kunst ist. Es ist aber wichtig, dass es zur eigenen Persönlichkeit past, damit es authentisch (was immer das ist) bleiben kann. Bis Sonntag könnt Ihr noch mit diskutieren und eine wunderbare Abstraktion von Anna Schüler gewinnen (indem Ihr einen Kommentar zur Frage in ihrem Blog schreibt) und ein Überraschungspaket der Firma Hahnemühle. Also hier auf den Link zu Annas Blog klicken und  mitmachen!

  • Strandhaus 12 und Textauszug: „Der wahre Künstler“ von Hermann Lismann

    26 x 26 cm, Acryl auf Pizzakarton

    So eine Hütte für sich allein am Strand, wäre schon schön oder?

    Ich möchte noch ein bisschen bei der Blogparadenfrage von Susanne Haun bleiben und hier einen Textauszug des Malers Hermann Lismann( geb. 1878 gest. 1943 im KZ Maydanek) aus seinem Buch: Wege zur Kunst: Betrachtungen eines Malers (1920 Verlag für Praktische Kunstwissenschaft F. Schmidt) vorstellen, in dem es ein Kapitel mit der Überschrift „Der wahre Künstler gibt“. Ich habe dieses Buch auf dem Flohmarkt gefunden und lese immer wieder darin und versuche seine Gedanken zu verstehen. Nach meiner Recherche wird das Buch nicht mehr verlegt und es ist mir eine besondere Ehre seine Gedanken hier zu zitieren, zeigt es doch, dass die Nazis Hermann Lismann in ihrem Wahn ermodet haben (wie die Tänzerin Tatjana Barbakoff die ich gemalt habe, konnte er zuerst nach Frankreich fliehen, aber auch ihn hat niemand beschützen können), aber seine Gedanken zur Kunst konnten sie nicht auslöschen und einige seiner Bilder sind auch erhalten geblieben.

    „Der Wahre Künstler“ : von Hermann Lismann Biographie

    „Der wahrhaft bedeutende Künstler kennzeichnet sich vor allem dadurch, dass er sich im Wahrnehmen der großen Zusammenhänge, im Erkennen der ewigen Grundsätze nicht irrt, und dass er mit allen ihm und seiner Zeit zu Gebote stehenden Kräften darauf hin arbeitet, etwas Starkes und Tiefes zu schaffen. Viele tausende von „Künstlern“ suchen und grübeln, hoffen und frohnen; aber sie irren und sind schwach: sie folgen einer falschen Fährte, fahren in versandete Geleise ein, verlieren sich in Sackgassen, Hohlwegen, endlosen Wüsten. Doch sie fahren immer beharrlich weiter und machen sich und die anderen glauben, dass sie auf der richtigen Strasse sind. Es ist nicht das Talent an sich , das den Künstler macht, auch nicht die Arbeit, die Schule, nicht der Charakter, die Phantasie, das Temperament oder der Intellekt – sondern die h a r m o n i s c he  V e r e i n i g u ng  all dieser Faktoren. Besonders aber benötigt der wahre Künstler mehr als all diese Veranlagungen und Bedingungen, die beständige Tendenz nach dem richtigen Ziel: der wahren Erkenntnis. Wie in der religiösen Betätigung, so ist auch in der künstlerischen die Offenbarung das Wichtigste. Wem diese Erleuchtung einer unbekannten Macht fehlt, der muss trotzt des blendenden Talentes, trotz aller Energie, aller Kraft des Geistes und des Temperaments, trotz der anstrengendsten Arbeit darauf verzichten, in den Tafeln der Ewigkeit, selbst nur mit dem kleinsten Worte erwähnt zu werden. Die Künstler sind wie die Bauern, die Kunst wie die Fliege:   “ Warte ich werde dir…..!“ sagte der Bauer und fuhr mit der Hand nach ihr – aber sie surrte unbehindert fort. „Und ich muss dich kriegen!“ schrie der Bauer und stieg auf einen Stuhl…….. „He, ich hab‘ sie!“ rief ein anderer, die geschlossene Faust vorweisend, “ ich bin’s gewiß, ich hab‘ sie!“ Und er macht die Hand nie auf und weiß, daß er sie hat. Wenn er aber doch einmal die Hand öffnete und sie leer fände? – Das tut er eben nicht. Ein anderer schlug nach der Fliege: “ Flapp, ich will Euch zeigen, wie ich sie kriege!“ Und der Flegel schlug die Fliege tot. Unde dem vierten flog die Fliege an der Nase vorbei zum Fenster hinaus.“

    Infos  über die KunstBlogparade (KünstlerInnen, Termine, Links, bisherige Fragen, Gewinne)  und  zur Teilnahme an den Verlosungen,  vom 18.04 bis 26.06. 2011, über diesen internen Link zur Blogparade

    Die nächsten Blogparaden:
    23.05.2011: Anna Schüler
    30.05.2011: Frank Hess
    06.06.2011: Helen Königs
    13.06.2011: Roswitha Geisler
    20.06.2011: Frank Koebsch

  • Joseph Beuys und 5. Kunstfrage: „Wer oder was ist ein Künstler und warum?“

    15 x 15 cm, Acryl auf Pizzakarton

    Am Freitag habe ich dieses Portrait von Joseph Beuys (geb. 1921 gest. 1986) gemalt, da kannte ich die heutige Kunstfrage von Susanne Haun auch noch nicht, und es passt total gut zur Frage, denn Joseph Beuys soll gesagt haben:“ Jeder Mensch ist ein Künstler“. Diesen Ausspruch des weltweit bekannten und berühmten Künstlers kennt glaube ich Jede/r. Aber hat er es wirklich so gesagt, oder wurde dieser Satz aus dem Zusammenhang gerissen? Joseph Beuys war ein höchst, auch handwerklich, ausgebildeter Künstler, u.a. war er Meisterschüler von Ewald Mataré, seine Kunst war durchdacht, intellektuell, sozial engagiert und auf  höchstem Niveau. Er war Lehrer für angehende, studierende Künstler. Er soll streng gewesen sein und seinen Schülern viel abverlangt haben. Dieser  Ausspruch passt nicht zu ihm. Ich glaube er hat gemeint. JEDER MENSCH IST KREATIV. Und das würde ich so unterschreiben! Bis aus dieser angeborenen Option eine Künstlerin oder ein Künstler entsteht, ist es ein etwas weiterer Weg (wie in anderen Berufungen auch), der auf die unterschiedlichste Weise  gegangen wird. Die Frage von Susanne Haun:„Wer oder was ist ein Künstler und warum?“ bietet viel Diskussionsstoff und es geht bestimmt rund in Susanne Hauns Blog. Ihr könnt eine wunderbare Zeichnung s. u. von Susanne gewinnen (indem Ihr einen Kommentar zur Frage schreibt) und ein Überraschungspaket der Firma Hahnemühle. Also oben auf den Link zu Susannes Blog klicken und  mitmachen! Ich kann als Teilnehmende diesen wunderschönen Engel ja leider nicht gewinnen, aber Ihr! Wie ich mich selbst bei dieser Frage sehe und einordne, schreibe ich in den nächsten Tagen und ich mache natürlich auch mit im Blog von Susanne.

    Susanne Haun „Wachender Engel“ ,17 x 24 cm

  • Stillleben mit Vase

    15 x 15 cm, Acryl auf Pizzakarton

    Gestern wählte ich für dieses Stillleben eine etwas verhaltenere Farbigkeit kombiniert mit schwarz/weiß. Die Vase habe ich einmal von meiner lieben Malkollegin Elsa zu einer Vernissage geschenkt bekommen, den Apfel habe ich heute Morgen gegessen, und die Zwiebeln werden heute Abend verbraten.

    Im Blog von Conny Niehoff geht es noch bis Sonntag  um die Frage “ Sollte Kunst erschwinglich sein“ . Es wird sehr angeregt diskutiert und auch für rein Kunstinteressierte ist es bestimmt spannend ein bisschen vom Alltag der MalerInnen zu erfahren. Es sind bereits 100 Kommentare! Am Sonntag wird ein wunderbarer Rückenakt von Conny Niehoff verlost und ein Überraschungspaket der Firma Hahnemühle. Klickt einfach oben auf Connys Namen. Mein Diskussionsbeitrag lautete so:  „Hier wurde schon so viel dazu geschrieben und ich sitze hier und nicke mit dem Kopf. Die Kunst sollte auf jeden Fall entsprechend honoriert werden. Die Frage ist wie, nach welchen Kriterien, und wer kauft es. Ich persönlich lehne es ab Kunst nach Quadratmeterpreisen anzubieten. Nachtrag: Ich meine damit, dass ich es nicht mag, wenn Kunst sozusagen am Meter verkauft wird, als wäre sie ein Teppich oder eine Tapete von der Rolle.  An einem kleinen Bild (kleine Pinsel) sitzt man evtl . genauso lang wie an einem Grossen (grosse Pinsel). Das weiss ich aus eigener Erfahrung. Trotzdem ist klar, dass grosse Bilder teurer sind, aber die Grösse sollte nicht einziges Kriterium sein. Da muss wohl jeder seine eigenen Kriterien finden und es ist ja auch sehr unterschiedlich vom Aufwand her. Marketingstrategien sind glaube ich auch sehr wichtig in der Kunst, wenn man etwas verkaufen will, muss man sich wohl damit auseinandersetzten. Jede/r MalerIn muss, denke ich, ein Gleichgewicht finden zu erschwinglichen Preisen und geleisteter Arbeit.

  • Orchidee und Hinweis zur Kunstfrage von Oliver Kohls

    15 x 15 cm,Acryl auf Pizzakarton

    Das Thema kräftige Farbigkeit kombiniert mit Schwarz habe ich auch bei diesem Bild verfolgt.

    Die Blogparade ist im vollen Gange und auch bei Oliver Kohls Frage:“Braucht Kunst eine handwerkliche Grundlage?“ gibt es schon viele Kommentare! Meine Meinung dazu habe ich so formuliert: “ Einem beeindruckendem Kunstwerk sieht man nicht unbedingt an, ob eine handwerkliche Grundlage ausschlaggebend war z.B. Bilder von Helen Frankenthaler oder Bilder von Mark Rothko (beides handwerklich sehr fundierte Künstler), aber ein beeindruckendes Kunstwerk ist ohne einen gewissen Geist/Zauber/Seele nicht denkbar. Auf der anderen Seite kann ein handwerklich phänomenal gutes Werk ohne eine persönliche Aussage sein und nur handwerklich beeindruckend. Dennoch glaube ich, dass KünstlerInnen die es mit der Kunst ernst  meinen,( fast) immer auch handwerkliche Grundlagen wollen und sie sich meist mit viel Disziplin und Ausdauer (und Freude) aneignen, egal wie. Man kann dann besser aus dem Vollen schöpfen, und muss aber aufpassen, dass das Handwerkliche keine zu große Rolle einnimmt.“ Wenn Ihr Euch an der Diskussion beteiligt, könnt Ihr ein wunderbares Bild von Oliver Kohls gewinnen (siehe Diashow oder Infolink)) oder ein Überraschungspaket der Firma Hahnemühle. Klickt einfach auf folgenden Link! Oliver Kohls

    Weiter Infos  über die KunstBlogparade (KünstlerInnen, Termine, Links, bisherige Fragen, Gewinne)  und  zur Teilnahme an den Verlosungen,  vom 18.04 bis 26.06. 2011, über diesen internen Link zur Blogparade

  • Glaskanne und Hinweis zur Kunstfrage von Julia Tepasse

    15 x 15 cm, Acryl auf Pizzakarton

    Meine Glaskanne, in der ich frisches Wasser aufbewahre, diente mir bei diesem Bild als Model. Ich arbeite gerade an einer Stilllebenserie.  Unsere Blogparadenaktion mit den Fragen zur Kunst 1. von Andreas Mattern „Ist es notwendig in der Malerei seriell zu arbeiten“, und die in dieser Woche laufende Frage von Julia Tepasse “ Ist es wichtig in der Kunst konzeptionell zu arbeiten“, inspirieren mich zusätzlich und regen meine geistige Auseinandersetzung mit obigen Fragen an. Eine spannende Sache und ich kann nur empfehlen mitzumachen!

    Einfach hier: Julia Tepasse A is for Art klicken und Ihr landet direkt bei der Frage von Julia! Wenn Ihr einen Kommentar zur Frage schreibt qualifiziert Ihr Euch zur Teilnahme und könnt die wunderbare Collage von Julia Tepasse oder ein Überraschungspaket der Firma Hahnemühle gewinnen! Ich habe meinen Kommentar zur Frage kopiert und unten eingestellt. Seht Euch auch die anderen an, es ist sehr interessant.

    Frage von Julia Tepasse: „Ist es wichtig in der Kunst konzeptionell zu arbeiten?“

    Hallo Julia, interessante Frage und Diskussion!
    Für mich hat konzeptionelles Arbeiten immer mit erforschen zu tun. und dabei ist dann der Weg des erforschens gleichwertiger Teil des Kunstproduktes. Es ist der wissenschaftliche Teil in der Kunst und kann neue Räume für KünstlerInnen eröffnen. In diesem Sinne finde ich ihn wichtig. Ganz eng betrachtet glaube ich aber auch, dass Erwachsene nicht völlig frei von zumindest leichten Konzepten (Papierauswahl etc)sein können, dass können glaube ich nur kleine Kinder in der freien Natur. lieben Gruß Helen, eine von den 10 Blogparadlern.

    Weitere Infos zur KunstBlogparade vom 18.04 bis 26.06. 2011, über diesen internen Link zur Blogparade

  • Blogparade: 10 Künstler; 10 Fragen zur Kunst; 10 Hauptgewinne

    Heute möchte ich Euch eine  Blogparade ankündigen, an der ich beteiligt bin und in der für Euch tolle Preise zu gewinnen sind! 10 Künstler haben sich zusammengeschlossen, um alle LeserInnen ihrer Blogs einzuladen, mit uns 10 Fragen zur Kunst zu diskutieren. Als Gewinn für die Teilnehmenden, verlost jeder Künstler in Eigenregie ein Bild von sich (Bilder s.u.) Die Firma Hahnemühle unterstützt die Blogparade mit 10 Überraschungspaketen die ausgelost werden! Innerhalb von 10 Wochen stellt nacheinander jeweils ein Künstler in seinem Blog eine Frage zur Diskussion, und verlost am Ende seiner Woche ein Bild s.u. und ein Überraschungspaket, an die Teilnehmenden. Ihr qualifiziert Euch  zur Teilnahme, indem Ihr einfach einen Kommentar zur Frage schreibt! Im jeweiligen Blog auf Kommentar klicken, Name angeben (sichtbar), Kommentar schreiben, auf senden klicken und schon nehmt Ihr teil ! Beginn immer Montags. Termine siehe unten, Verlosung Sonntags darauf. Warum machen wir diese Aktion? In anderen Zusammenhängen gibt es Blogparaden schon länger und Susanne Haunund Frank Koebsch haben gemeinsam die Idee entwickelt, dass es auch für Künstler eine gute Sache sein kann, auf ihre  Kunst aufmerksam zu machen und einen interessanten Austausch über Kunst zu haben. Ich bin eingeladen worden dabei zu sein und freue mich sehr darüber und auf diese Wochen, und ich hoffe Ihr beteiligt Euch an dieser Aktion. Ich wünsche Euch viel Spaß dabei und wünsche den Teilnehmenden viel Glück bei den Verlosungen. Ab heute weise ich jeden Montag auf den Künstler hin, der seine Frage zur Kunst, zur Diskussion stellt, zeige das Bild welches wann verlost wird, und setzte einen Link zum entsprechenden Künstler. In der Woche ab dem 06.06.2011 bin ich dann hier im Blog an der Reihe!

    Start der Blogparade Künstler / ausgelobter Preis


    Tabelle von Frank Koebsch, Danke!

    Die Links über den Bildern führen direkt

    zur Frage des Künstlers!

    18.04.2011

    Seine Frage zur Kunst lautete:

    „Ist es in der Kunst notwendig seriell zu arbeiten?“

    Dieses Bild hat einen glücklichen Gewinner.

    Andreas Mattern

    „Prag 2“

    Farbradierungen/Aquatinta

    3 Platten, auf Hahnemühle Kupferdruckpapier

    15 x 20 cm, 2010

    25.04.2011


    „Ist es in der Kunst wichtig konzeptionell zu arbeiten?“

    Dieses Bild hat einen glücklichen Gewinner.

    Julia Tepasse

    „auftrieb“

    collage//paper on canvas

    10 x 10 cm, 2010

    02.05.2011

    „Braucht Kunst eine handwerkliche

    Grundlage?“


    Dieses Bild hat eine glückliche Gewinnerin!

    Oliver Kohls

    „Harlingen“

    Pastell auf Sandpapier,

    ca. 40 x 30 cm, 2011

    09.05.2011


    „Sollte Kunst erschwinglich sein?“


    Dieses Bild hat einen glücklichen Gewinner!


    Conny Niehoff

    „Rückenakt“

    32 x 24 cm,

    Hahnemühle Burgund

    16.05.2011


    Wer oder was ist ein Künstler und warum“


    Dieses Bild hat eine glückliche Gewinnerin.

    Susanne Haun

    „Wachender Engel“,

    Zeichnung 17 x 24 cm,

    Tusche auf Hahnemühle Burgund, 2011

    23.05.2011

    “ Ist die Malerei ein Auslaufmodell?“

    dieses Bild hat einen glücklichen Gewinner

    Anna Schüler„Zwischen den Zeiten VI“

    Format A4,

    Tusche auf Bütten, 2010

    30.05.2011

    “Darf Kunst auch einfach nur schön sein oder benötigt sie einen Bezug oder Kontext?”

    Dieses Bild hat eine glückliche Gewinnerin!

    _Frank Hess „

    _

    „Tulpenvase“

    Zeichnung 30 x 20 cm,

    Tusche auf Bütten, 2011

    06.06.2011


    Welche Bedeutung haben Vorlagen für die Entstehung eines eigenständigen Bildes?“

    Dieses Bild hat eine glückliche Gewinnerin.

    Helen Königs

    „Strandhaus 6“,

    Acryl auf Pizzakarton; genäht auf Passepartout, 15 x 15 cm, 2011

    13.06.2011

    aktuelle Frage:

    Schafft Kunst Illusion

    dieses Bild hat eine glückliche Gewinnerin!

    Roswitha Geisler_

    „Jimi Hendrix – Hush“ wasservermalte Pastellstifte, Graphit und Tinte auf Bütten von Hahnemühle 30 x 21 cm,

    Größe der Zeichnung ca. 15 x 15 cm


    20.06.2011

    Aktuelle Frage:

    Sind Aquarelle Kunst?

    Frank Koebsch

    „Kranich“

    Miniatur in Aquarell auf Hahnemühle Aquarellpostkarte

    10,5 x 15 cm, 2011

  • Annäherung an David

    Davidinterpretation, 15 x 15 cm, Acryl auf Pizzakarton

    In der Zeitschrift Kunst & Material März/April `10 habe ich einen interessanten Artikel über den Kunstwissenschaftler Prof. Dr. M. Bockemühl (1943 – 2009) von D. Hornemann v. Laer gelesen. Es ging um die Wahrnehmung von Kunst, um Sehen lernen. Sich der eigenen Wahrnehmung vorbehaltlos anzuvertrauen und auf alle vorgedachten Sicherheiten zu verzichten. Studenten sollten sich die berühmte Skulptur des David von Michelangelo, nicht die üblichen drei Minuten, sondern drei Stunden, ansehen. Sie sollten sich auf dass konzentrieren, was sich im Anschauen unmittelbar zeigt. Die Wahrnehmung, neben dem Denken, als Erkenntnisquelle nutzen lernen, ist das Anliegen von M. Bockemühl, so habe ich das jedenfalls verstanden. Er hat den Grundstein gelegt für eine Wahrnehmungswissenschaft. Das gefällt mir sehr, weil diese Vorgehensweise hilft, vorurteilsfreier die Dinge betrachten zu können. Einen ähnlichen Prozess erlebe ich in der gegenständlichen Malerei. Man konzentriert sich auf dass, was man sieht,  schaltet das Denken weitestgehend aus und befindet sich in einem vorurteilsfreiem, wunderbarem Zustand. Mehr über Michael Bockemühl auf Wikipedia.

  • Stierkopf

    .

    Stier 003-1…Stier 002-1…Stier 006-1…Stier 007-1

    Stierkopf, 02/’10, a 10,5 x 14,5 cm, Acryl auf Pizzakarton

    Diese Serie habe ich nach einem Stierkopf aus Bronze aus der 2. Hälfte des 3. Jahrtausends v.u. Z. aus einem Buch über sumerische Kunst gemalt. Der Stier ist ein unglaublich symbolträchtiges Tier, mit dem sich schon viele Künstler jedweder Zeit auseinandergesetzt haben. Beim Malen schossen mir die unterschiedlichsten Bilder durch den Kopf, von Stierkämpfen über die alten griechischen Mythen; die Verwandlung des Zeus in einen Stier/die Verführung und Raub der Europa.  Aber nur als vage Puzzleteile (und über wunderschöne Bilder von Tizian bis Beckmann) da ich mich nie intensiver damit beschäftigt hatte. Dies haben Andere getan und ich finde das ziemlich interessant. Hier ein paar Links zum Thema. Wikipedia zum Thema Mythos Europa/Stier ;  Ulrike Ottinger hat sich künstlerisch damit auseinandergesetzt und Annette Kuhn (Pdf Datei) ist für den Verein Haus der Frauengeschichte ( HdFG), auf historische  Spurensuche aus Sicht der Frauen gegangen und hat einen sehr wertvollen Beitrag zur Frauenforschung und historischem Frauen Wissen geleistet.

    Ich bin eigentlich kein besonders intellektueller( wie schrieb man das noch gleich?) Mensch (ich liebe Serien wie King of Queens und Fran Fine; also bitte…), aber  meine Liebe zur Kunst führt mich auch zu obigen Themen und es ist eine echte Bereicherung.

  • Abstrakte Lieblinge

    .

    DSC01475…..DSC01473…..DSC01474

    AIKF, ’07, 11,5 x 16 cm, Acryl auf Pizzakarton

    Diese abstrakte Serie erzählt für mich eine Geschichte die etwas mit Japan zu tun hat ( meine derzeitigen Lieblingsbilder). Das Schöne an der intuitiven Malerei ist, dass man selbst nicht genau weiß, was am Ende dabei herauskommt. Dass macht es  spannend und während des Malprozesses auch aufregend. Das Schwierige dabei ist, den Geist möglichst weit außen vor zu lassen und ihn zu beruhigen, wenn er z.B. Einwände einbringt wie:….dass geht doch gar nicht…..dass entbehrt jeder perspektivischen Grundlage….oder ….halt stopp da war gerade so ne schöne Stelle.  Sich von der geistigen „Kontrollinstanz“ freundlich zu distanzieren, sie aber auch nicht völlig außen vor zu lassen, ist für mich in der abstrakten Malerei  eine besondere Herausforderung und die Voraussetzung um der Intuition die Chance zu geben sich einzubringen.  Wikipedia zu Intuition.

    Startseite

  • Kleine Abstrakte und Ausstellungstipp Bremen

    .

    DSC01585-1….DSC01586-1….DSC01587-1

    AIKF 2, ’09, 16,5 x 11 cm u. 16,5 x 16,5 cm, Acryl auf Pizzakarton

    Ehrlich gesagt stehe ich selbst vor dieser Bilderreihe wie jemand, der sagt: “ Was will uns die Malerin denn jetzt damit sagen? Die Wahrheit ist, dass ich in dieser Reihe intuitiv mit Linie und Farbauftrag gespielt habe. Hier ein Strich, dort ein Farbauftrag und das Ganze immer wieder hin und her, bis ich der Meinung war, eine gewisse Harmonie und auch Spannung erreicht zu haben. Fertig! Dass wars! Keine weiteren Erklärungen notwendig. Dass ist das Schöne an der Abstraktion; gleichzeitig aber auch das Schwierige, da die Abstraktion dadurch als etwas Willkürliches erscheinen kann und schnell, aber auch verständlicherweise, als „Nichtkunst“ angesehen werden kann. Im kunsthistorischen Kontext kann man abstrakte Kunst besser verstehen lernen und steht nicht wie der Ochs vorm Berg, wenn man z.B. vor einem blauen Bild (Yves Klein) oder schwarzem Quadrat ( Kasimir Malewitsch) steht; mehr zum Thema über Wikipedia zum schwarzen Quadrat u.Abstrakte Malerei

    Meine Abstraktionen würde ich der- Lyrischen Abstraktion-; der informellen Kunst, zuordnen, die für den Ausdruck einer intuitiven  Kreativität steht.

    Die 2. Form ungegenständlicher Malerei wird als- Konstruktive Abstraktion– bezeichnet; hier werden geometrische Ordnungsstrukturen verbildlicht.

    Das blaue Bild von Yves Klein und Bilder konstruktiver Abstraktionen von Piet Mondrian befinden sich zur Zeit in der schönen Ausstellung „Farbwelten von Monet bis Yves Klein“ in Bremen im Paula Modersohn-Becker Museum

    Die Ausstellung ist nur noch zu sehen bis zum 24. Januar 2010

    Startseite

  • Mein Beitrag zu: „Was ist gute Kunst“

    Seitdem ich blogge, stellen sich mir z.B. folgende Fragen. Will ich in erster Linie meine Bilder sprechen lassen? Den Menschen die auf meine Seite kommen zeigen; dass ist ein Teil von mir; dass ist meine Leidenschaft und nicht zu vergessen meine Freude, mein Spaß?  Was passiert, wenn ich meine „just for fun“ Seite zeige und z.B. einen frisch geschenkten Weihnachtsmops fotografiere und ins Netz stelle, weil es gerade zu meinem „Tier der Woche“ Beitrag passt?

    Ist dass dann schon oberflächlich, nicht ernst, nicht intellektuell genug? Werde ich dann gleich abgehakt im schnellen Internet, ohne dass meine anderen künstlerischen Seiten mit einbezogen werden konnten? Und was ist mit mir? Mache ich dass auch?

    Was ist Kunst? Was ist gute Kunst? Diese Fragen werden  in unterschiedlichen Blogs diskutiert und ich finde es spannend und anregend die einzelnen Beiträge zu lesen und habe gemerkt, dass ich meine eigene Meinung zu diesem Thema irgendwie nicht so schnell in Worte fassen konnte um einen Kommentar zu hinterlassen. Ich versuche dies  jetzt in diesem Beitrag.

    Für mich soll  Kunst möglichst wahrhaftig (ein großes Wort) sein, ein Ausdruck dessen, was einen Menschen bewegt.  Wenn dieser Funke in mir eine Beantwortung findet und sei es ein Lachen hervorzuzaubern, einen Schmerz zu spüren, ein Suchen zu erkennen,  eine Neugierde oder Erinnerung zu  entfachen,  freue ich mich, dieser Kunst begegnet zu sein.

    Meiner Meinung nach spricht gute Kunst, ich beziehe mich hier auf die bildliche Darstellung, genauso wie in der Musik, die Gefühle an. Die Virtuosität in der Pinselführung ist für diese Definition „guter Kunst“ keine zwingende Voraussetzung. Wenn beides im Einklang ist, kann die Betrachtung eines Kunstwerkes allerdings ein wahrer Hochgenuss sein. Perfektion war glaube ich noch nie ausschlaggebend für ein vielgeliebtes Kunstwerk, Unvollkommenheit dagegen schon. Auch Banalitäten können ihren Platz in der Kunst haben, es kommt nur darauf an wie man Sie einsetzt und welchen Platz sie in der Kunst der Künstlerpersönlichkeit einnimmt.

    Ich glaube, dass letztendlich-Kunst machen-und-Kunst erleben- eine zutiefst persönliche Sache ist und sich dadurch die Frage: „Was ist gute Kunst“ einer allgemeingültigen Beantwortung entzieht. Unglücklicherweise/Glücklicherweise/Weise

    Trotzdem gibt es, denke ich, einen Kriterienkatalog in den Köpfen der meisten Menschen die Kunst betrachten (mich eingeschlossen), der sich aus der eigenen Erfahrung mit der Kunst, Bildung, Wissen,Vorbildern, Vorlieben, Einstellungen etc. speist und sich dadurch auch stetig verändert. Mit Hilfe dieses ureigensten Kriterienkatalogs wird dann ganz persönlich die Kunst bewertet.

    Aber eine Sache trifft glaube ich zumindest auf die meisten Künstler zu und dass hat Karl Valentin in dem Satz ausgedrückt: „Kunst ist schön macht aber viel Arbeit“, wobei dass wieder die Frage aufwirft…….ist Arbeit noch Arbeit wenn sie Spaß macht? Dies kann man auch wunderbar aufs Bloggen übertragen.

    Soviel zu meiner bescheidenen Annäherung an ein sehr komplexes Thema, an dem sich schon große Geister schieden. Ich schick diesen Beitrag jetzt in den Webspace. Ich habe gehört, dass das Webspacegedächtnis  nie etwas vergisst (auch keine Rechtschreibfehler und Schwerwiegenderes); eine etwas gruselige Vorstellung, aber ich gehe das Risiko ein. No risk no fun. Webspace sei mir gnädig.

    Ich wünsche allen Lesern meines Blogs frohe Weihnachten und  einen guten Start ins Jahr 2010.