Giorgio Morandi

17 x 23 cm, Acryl auf Pizzakarton

Die Bilder von Giorgio Morandi(1890 – 1964; Maler und Grafiker) faszinieren und erstaunen mich. Schon lange hatte ich den Wunsch in Morandis Geburtsstadt Bologna zu reisen um seine kleinformatigen Bilder im Original zu sehen. Diesen Sommer hat es geklappt und es hat sich absolut gelohnt. Link zum Museo Mambo. Auch Bologna ist eine Reise wert! Ich blättere und lese immer wieder im Katalog vom Heydt- Museum Wuppertal 2004 “ Giorgio Morandi Natura morta 1914 – 1964″ und zitiere  aus dem Beitrag von Ursula Bode daraus   “ Die Aufgabe sei, die Bilder und Gefühle mitzuteilen, die die sichtbare Welt  in den Künstlern hervorrufe, hat Morandi gesagt und einmal mehr auf die für ihn bedeutsame Rolle von Formen, Farben, Raum und Licht hingewiesen. In Worten und Begriffen sei dies nicht zu erfassen.“ Giorgio Morandi hat es geschafft alltäglichen Gegenständen des Lebens in seinen Bildern eine solche Intensität und Ausdruckskraft zu geben, dass sie zu Metaphern werden und wie Offenbarungen erscheinen. In einzigartiger Weise hat er seinen immer wieder gleichen Gegenständen seine ganze Aufmerksamkeit und Zeit gewidmet, sie studiert, erforscht, sie in immer neuem Licht betrachtet, und ist mit ihnen in den malerischen Dialog gegangen . „Der sicherste -und rascheste – Weg zum Staunen ist der: unerschrocken immer wieder den gleichen Gegenstand fest im Auge behalten. Auf einmal erscheint uns der Gegenstand – wunderbar – so, als hätten wir ihn niemals gesehen.“ (Zitat von Cesare Paveses)  Wäre es nicht wunderbar, dies als Metapher für uns selbst und die Menschen die wir lieben zu sehen?

Anselm Kiefer; Portrait

20 x 20 cm, Acryl auf Pizzakarton

Anselm Kiefer geb. 1945;  deutscher Maler und Bildhauer; Schüler von Horst Antes und Joseph Beuys; gilt als Vertreter des Neoexpressionismus, lebt und arbeitet in Frankreich. Zitat: „Die ganze Malerei, aber auch die Literatur und alles, was damit zusammenhängt, ist ja immer nur ein Herumgehen um etwas Unsagbares, um ein schwarzes Loch oder um einen Krater, dessen Zentrum man nicht betreten kann. Und was man an Themen aufgreift, das hat immer nur den Charakter von Steinchen am Fuß des Kraters – das sind Wegmarken in einem Kreis, der sich hoffentlich immer enger um das Zentrum schließt.“ „Ich glaube nicht, dass mein Verhältnis zur deutschen Geschichte ein für allemal geklärt ist. Das ist unmöglich.“ (Nach seinem Umzug nach Frankreich, ca. 1992) Quelle: http://www.kunstzitate.de/bildendekunst/kuenstlerueberkunst/kiefer_anselm.htm

Marcel Duchamp; Portrait

17 x 23 cm, Acryl auf Pizzakarton

Marcel Duchamp 1887 – 1968; französich -amerikanischer Maler, Objektkünstler, Konzeptkünstler; beeinflusst vom Dadaismus und Surrealismus; Erfinder des Ready Made mit dem berühmten Pissoir, welches er signiert und zum Kunstwerk ernannte. Zitat:““Ein Kunstwerk existiert dann, wenn der Betrachter es angeschaut hat. Bis dahin ist es nur etwas, das gemacht worden ist, und wieder verschwinden kann, ohne dass jemand davon weiß…“ Quelle und mehr Infos auf:https://www.kunst-zeiten.de/Marcel_Duchamp-Werk https://www.kunst-zeiten.de/Marcel_Duchamp-Werk

Portrait Paula Modersohn Becker

Paula Modersohn Becker (1876-1907); Malerin und Zeichnerin

Paula Modersohn Becker hat bereits in jungen Jahren ein bahnbrechendes, umfangreiches Werk erschaffen und ist tragischerweise bereits im Alter von 31 Jahren, kurz nach der Geburt ihres Kindes gestorben. Sie schuf mit dem Bild „Selbstbildnis am Hochzeitstag“ 1906 den ersten Selbstakt einer Frau in der Kunstgeschichte. Ihre Briefe und Tagebuchblätter wurden veröffentlicht, und es lohnt sich sehr sich von ihren Bildern und Texten berühren zu lassen. Einen Gedanken aus ihren Briefen habe ich nie vergessen, und sie können ein bisschen darüber trösten, dass sie so früh gestorben ist. Zitat:“ Mir kamen heute beim Malen die Gedanken her und hin, und ich will sie aufschreiben für meine Lieben. Ich weiss, ich werde nicht mehr lange leben. Aber ist das denn traurig? Ist ein Fest schöner, weil es länger ist? Und mein Leben ist ein Fest, ein kurzes, intensives Fest“. Paula schrieb diese Gedanken am 26. Juli 1900.

Portrait Meret Oppenheimer

Meret Oppenheimer 17 x 23 cm, Acryl auf Pizzakarton

1913 Berlin – 1985 Basel. Malerin , Objektkünstlerin, Lyrikerin

Zitat: „Ja, ich möchte sogar sagen, dass man als Frau die Verpflichtung hat, durch seine Lebensführung zu beweisen, dass man die Tabus, mit welchen Frauen seit Jahrtausenden in einem Zustande der Unterwerfung gehalten wurden, als nicht mehr gültig ansieht. Die Freiheit wird einem nicht gegeben, man muss sie nehmen.« Quelle Fembio.

Portrait Gabriele Münter

17 x 23 cm, Acryl auf Pizzakarton

Zum Weltfrauentag eine Hommage an die wunderbare Malerin Gabriele Münter; Malerin des Impressionismus und Expressionismus; Druckgrafik. geb. 1877 in Berlin gest. 1962 in Murnau. Mitglied der Künstlervereinigung „Die blauen Reiter“. Zitat:“»Ich war in vieler Augen doch nur eine unnötige Beigabe zu Kandinsky. Dass eine Frau ein ursprüngliches, echtes Talent haben und ein schöpferischer Mensch sein kann, das wird gern vergessen.« Sie war eine Avantgardistin und Pionierin der neuen Kunst und ist längst aus dem Schatten Kandinskiys ins Licht getreten. 1937 wird Gabriele Münters Kunst als entartet bezeichnet und sie erhält Ausstellungsverbot. Nach dem Krieg folgen zahlreiche Ausstellungen und Auszeichnungen. Unter Anderen erhielt sie 1956 den Kulturpreis der Stadt München.

Stillleben; Erinnerung an Milena Jesenska

20 x 20 cm , Acryl auf Pizzakarton

Erinnerung an Milena Jesenska, (geb. : 1896 in Prag- gest. 1944 im KZ Ravensbrück);  tschechische Journalistin, Schriftstellerin und Übersetzerin. Milena Jesenska war eine bedeutende Journalistin ihrer Zeit. In den späten 20iger Jahren engagierte sie sich politisch und rief zur Hilfe für die Juden und die deutschen Antifaschisten auf. Auf Grund ihrer politischen Aktivitäten wurde sie von den Nazis verhaftet und in ein Konzentrationslager gebracht wo sie im Alter von nur 48 Jahren an einer Nierenerkrankung verstarb. Quelle und Buchempfehlung: Milena Jesenska „Alles ist Leben“ Feuilletons und Reportagen 1919-1938 btb Verlag 1999.