Portrait G.Richter

15 x 15 cm, 5,9 x 5,9 inch, Acryl auf Pizzakarton

Nach einer s/w Fotographie von Benjamin Katz aus ca. 1988

Über eine Ausstellung in der städtischen Galerie im Lenbachhaus in München 2013  http://www.lenbachhaus.de/ausstellungen/2013/gerhard-richter-atlas/ konnte ich mich mit der Arbeit dieses Künstlers etwas näher auseinandersetzen. Über seinen berühmten Atlas bekam man Einblicke in seine Arbeitsweise.  Online fand ich einen Artikel in -der Zeit- (aus 2012 anlässlich der Berliner Ausstellung „Panorama“) des Kunstkritikers Hanno Rauterberg über Gerhard Richter in dem mich zwei Ausschnitte ansprachen.

Zitat aus o. Artikel: „Richter ist ein Künstler des postideologischen Zeitalters. Er verschafft der Kunst eine neue Freiheit, er entlastet sie von Symbolen und Behauptungen. Er überführt sie in ein stilles Reich der Neutralität, in dem Klorollen ebenso bildwürdig erscheinen wie Stühle, Kampfflieger, tote Terroristen oder auch abstrakte Farbenflecke. Richter kokettiert mit dem Banalen, seine Kompositionen sind oft so schlicht wie seine Sujets, und manchmal drohen die Bilder ins Beliebige zu kippen. Doch findet Richters größte Tugend, seine Gelassenheit, stets ein Gegengewicht: in seinem Perfektionismus.“

Zitat aus o.Artikel: „Diese Welt zu überstehen“, das sei der eigentliche Sinn und Zweck seines Schaffens, sagt Richter im Katalog der Berliner Ausstellung. “ (Quelle :http://www.zeit.de/2012/07/Maler-Gerhard-Richter/seite-3)

 

Portrait; Ai Weiwei

26 x 26 cm, Acryl auf Leinwandkartonage aus Pizzakarton

Der chinesische Künstler Ai Weiwei ist wohl einer der bekanntesten lebenden Künstler weltweit. Wie bei vielen Künstlern die sich stark selbst inszenieren, und ihre politische Meinung über den künstlerischen Ausdruck formulieren, gehen auch bei ihm  die Meinungen auseinander. Von den Einen hoch gelobt, und von den Anderen kritisiert. Ich finde es schwierig sich eine Meinung über ihn zu bilden, gerade weil  die politische Äusserung in seinen Werken eine grosse Rolle spielt, und diese oft mit einem ironischen Seitenhieb versehen sind. (Inspiration sollen ihm Marcel Duchamp und Andy Warhol sein). Die politischen Zusammenhänge ihn China sind sehr komplex, und ich weiss zu wenig über dieses Land um das alles zu verstehen. Aber  allgemeingültige Grundbedürfnisse/Menschenrechte nach z.B. freier Meinungsäusserung eines Menschen, kann glaube ich jeder nachvollziehen, und ein Hauptanliegen von Ai Weiwei ist es u.a. diesbezügliche Missstände in China anzuprangern.

Wenn sich ein Künstler für Freiheit einsetzt gefällt mir das, und mutige Aktionen von Ai Weiwei, die die behördlichen Handlungen der Staatssicherheit (Überwachungskameras vor dem Haus des Künstlers) ad absurdum führen, in dem er seinerseits 4 Webcams in seinem Haus installiert und über das Internet Jedem Nutzer Einblick in seine privaten Räume zugänglich macht, auch. Unabhängig davon, ob ich die Hintergründe, Symbolik etc. eines Kunstwerkes von Ai WeiWei durchschaue, gefallen mir einige seiner Werke sehr. Da ich ja ein Stillleben Fan bin, habe ich einen  Link eingestellt wie Ai WeiWei z.B. das Thema „Trauben“ behandelt. Ich denk es lohnt sich, sich mit diesem Künstler intensiver auseinanderzusetzen. Quelle u.a. Wikipedia, Zeitschrift Art

 

Edouard Manet

26 x 26 cm, Acryl a Pizzakarton, als Teil einer Serie nicht verfügbar

Die berühmtesten Gemälde des französischen Malers Edouard Manet (1832 – 1883), lösten auch gleichzeitig  eine der größten Skandale der Kunstgeschichte aus. Wie sollte es anders sein ging es dabei um Moral, Anstand und nackte Körper. Die Bilder „Das Frühstück im Grünen“ und „Olympia“ können  auch heute noch starke Emotionen hervorrufen und werfen Fragen auf. Es ist interessant zu sehen, dass beide Szenen in einer Tradition stehen, Verbindungen zu anderen Malern haben, und von unterschiedlichen Malern in unterschiedlichen Epochen aufgegriffen und beantwortet wurden. „Das Frühstück im Freien“ z. B. von Tizian/Watteau/Monet (unvollendet)/Cezanne/Picasso und „Olympia“ z.B.von Giorgione/Tizian/Goya/Picasso. (Quelle Wikipedia siehe angegebene Links).

Jonathan Meese; Portrait

26 x 26 cm, Acryl auf Pizzakarton; als Teil einer Serie nicht verfügbar

Jonathan Meese (geb.1970 in Tokio) ist für mich einer der interessantesten  Künstler der Gegenwart. Seine Kunst polarisiert und er wird oft das „enfant terrible (schreckliches Kind)“ der Kunstwelt genannt.  Entwender man findet ihn genial, oder man denkt er sei ein Scharlatan, ein Verrückter. Ich tendiere (nach längerer Auseinandersetzung) zu genial, obwohl ich nicht jedes Kunstwerk (oder jede Aktion) seiner Massenproduktionen gut finde. Eine  „Diktatur der Kunst“ sei das angestrebte Ziel; die notwendige Revolution die unseren Planeten rette, vertritt Jonathan Meese in seiner Kunst. Jeder Mensch soll unzensiert alles was  er empfindet in Kunst ausdrücken, und ansonsten die Welt mit seinen Empfindungen und Bedürfnissen (u.a Aggression, Gewalt. Machtansprüche etc.) in Ruhe lassen und freundlich sein.; so könne die Welt heilen. Lieber „Soldaten“ der Kunst sein und für die Kunst „stramm stehen“ oder „Soldaten“ in der Kunst spielen, statt im echten Krieg oder Diktatur. So verstehe ich seinen Ansatz jedenfalls und diese Vorstellung mag ich sehr.  Der hochintelligente, belesene und begabte Jonathan Meese lebt seine Kunst und Überzeugung mit seinem ganzen Sein. ( in einer schützenden Blase, die ihm seine Mutter, Freunde, Geld, oder der Kunstbetrieb bieten). Symbole und menschliche Gesten, die überfrachtet und ausgebeutet wurden von diktatorischen oder religiösen Ideologien tauchen immer wieder in seinen Bildern und Performances auf. Er will sie dadurch entmythologisieren, entlarven und befreien. Missbrauchten Symbolen und Gesten soll zurückgegeben werden was sie ursprünglich einmal waren; Formen und körperliche Bewegungsmöglichkeit. Viel Persönliches aus seinem Leben findet sich aber auch in seiner Kunst, alles fliesst in sie hinein. Er geht sehr offen damit um und steht z.B. auch öffentlich zu seiner sehr engen Mutterbindung. Er selbst sagt Zitat: „Ich weiss nicht ob das, was ich mache Kunst ist.“ Das ist doch sehr ehrlich….und geht es uns nicht allen so, dass wir nicht wissen was Kunst denn nun genau ist? Er sagt auch: „Ich will nicht das machen was ich schon kann; ich kann doch die Kunst nicht mit meinem Können belästigen.“  Dieser Satz amüsiert mich und macht mich gleichzeitig nachdenklich. Wie der Kunstbetrieb Jonathan Meese vereinnahmt finde ich allerdings fragwürdig….. (Quelle der Zitate : You tube Video  Hautnah, Künstlerportrait Arte 2008)

Kleine Abstraktion 28

15 x 15 cm, Acryl auf Pizzakarton

Die gängige Meinung über die Abstraktion ist, das sie zu Beginn des 20. Jahrhunderts ca. 1912 erfunden wurde. Die Ausstellung „Turner – Hugo – Moreau Abstraktion vor der Abstraktion“ in der Schirn Kunsthalle Frankfurt von Oktober 2007 -bis Januar 2008 ( die Untermauert wurde von einer umfassenden Recherche der Uni Heidelberg), hat aber eindeutig belegt, daß die Abstraktion weit früher „erfunden“ wurde. Der Verdienst  der Avantgarde der modernen abstrakten Malerei liegt darin, dass die Abstraktion zu einer anerkannten Kunstform erklärt, und sie in den damaligen Mittelpunkt der  Aufmerksamkeit gestellt wurde. Abstraktionen kann man  in vielen Werken unterschiedlichster Epochen und Künstlerinnen und Künstler finden. Unter diesem Link (Pdf Datei) könnt Ihr die wissenschaftlichen Erkenntnisse  von Prof. Dr. Raphael Rosenbaum Uni Heidelberg nach lesen.

Feldflasche 7

Feldflasche 7, 26 x 26 cm, Acryl auf Pizzakarton; als Teil einer Serie nicht verfügbar

In meiner Serie zu einer Feldflasche in die das Jahr 1939 eingraviert ist, konzentriere ich mich beim Malen nur auf die Gegenstände und was sie in mir auslösen. Natürlich gehen mir dabei auch Gedanken durch den Kopf, die mit der deutschen Geschichte zu tun haben. Die intellektuelle Auseinandersetzung interessiert mich dabei aber nur am Rande. Ich habe das Jahr 1939 gegoogelt und bin wie erwartet auf bittere politische Ereignisse gestossen. Es hat mich dann auch interessiert, wer in dem Jahr als die Feldflasche produziert wurde, geboren wurde. Auf Wikipedia zu 1939 sind viele Namen von Persönlichkeiten aus diesem Jahrgang aufgelistet, und ich bin erfreut an einem Namen hängengeblieben, dessen Trägerin mich vor vielen Jahren fasziniert hatte. Judy Chicago, eine feministische Künstlerin die mit ihrer Arbeit „The Dinner Party“ bekannt wurde, und über deren Entstehung ich mich damals durch das Buch „Durch die Blume“ informiert habe. Das mir jetzt der Name des Buches wieder einfällt, zeigt wie sehr es mich als junge Frau beeindruckt hat. Diese Arbeit wurde in Künstlerkreisen sehr kontrovers diskutiert und von einigen Künstlern mit dem „Kitsch“ Attribut belegt. Dieser Vorwurf wird in einer interessanten Arbeit von Alice Schmatzberger:  Judy Chicago’s “ The Dinner Party“ und die Frage nach Kitsch (Pdf Datei) untersucht. Eine weitere Arbeit von Judy Chicago ist  „das Holocaust Projekt“

Venedig 5; und Biennale 2011

15 x 15 cm,Acryl auf Pizzakarton

Einen sehr kritischen Text zur Biennale habe ich in der Online-Präsenz der Zeitschrift  DieZeit gefunden. Der Autor Hanno Rauterberg betitel ihn mit „Schlechte Kunst hat viele Gesichter. Auf der Biennale in Venedig lassen sie sich neu entdecken.“ Er ist auf jeden Fall interessant zu lesen. Ich finde es immer gut, sich auch mit kontroversen Meinungen zu beschäftigen um die eigene Meinung zu finden. Man kann ja nun auch nicht gerade behaupten, dass es leicht sei eine eigene Meinung über das Kunstgeschehen zu entwickeln. Hanno Rauterberg gibt hier eine kleine Hilfestellung. Er sagt:“ In fünf Schritten kann man sich einem Kunstwerk nähern. 1.Was sagt mir mein Kunstgefühl? 2. Finde ich Gefallen? 3.Wird mir die Kunst verständlich? 4.Was gibt mir die Kunst? Und: 5.Will ich mir das Kunstwerk immer wieder anschauen oder reicht der eine Blick?. Gefunden in   www.literaturkritik.de. Im dortigen Rezensionsforum wurden von Georg Patzer 2 Bücher besprochen zum Thema: „Darf man sich ein eigenes Urteil über moderne Kunst erlauben? Ich finde bei Allem (gilt auch für die grossen Denkerinnen und Denker) was man so liest, sollte man seinen gesunden Menschenverstand einschalten und sich sagen:“ Das ist ein Mann/eine Frau die/der eine Meinung hat und sie äussert…. und vieleicht ist sie hilfreich.

Georgia O‘ Keeffe; Acrylportrait

15 x 15 cm, Acryl auf Pizzakarton

Georgia O‘ Keeffe im Alter von 90 Jahren, nach einem Foto von Malcolm Varon. Die amerikanische Malerin ist besonders durch ihre Blumenbilder berühmt geworden, die zusammen mit ihren wunderbaren Landschaftsbildern ihre tiefe Verbundenheit mit der Natur ausdrücken. Deshalb hatte ich wohl das Bedürfniss ihr Gesicht in Erd- und Grüntönen zu malen. Sie sagte (Zitat):“ Eine Blume ist verhältnismäßig klein. Jeder verbindet eine Reihe von Vorstellungen mit einer Blume, mit der Idee der Blume (…) Doch in gewisser Weise betrachtet Niemand eine Blume wirklich. Sie ist so klein – wir haben keine Zeit -, zum Anschauen aber braucht man Zeit, so wie Freundschaften Zeit erfordern (…) Also sagte ich mir, ich werde malen, was ich sehe, was die Blume mir bedeutet. Aber ich werde sie gross malen und so die Leute dazu bringen, sich Zeit zu nehmen, sie zu betrachten. Ich werde sogar die geschäftigen New Yorker dazu bringen, dies zu tun.“  Bilder von Georgia O’Keeffe über diesen Link. “ Für Georgia O‘ Keeffe gab es keine Trennung von abstrakter und gegenständlicher Malerei. Zitat:“ Ein Hügel oder ein Baum macht noch kein gutes Bild, nur weil ein Hügel oder ein Baum zu sehen ist. Auf das Zusammenspiel von Linien und Farben kommt es an, dadurch entsteht Ausdruck. Für mich ist genau das die Grundlage von Malerei. Die abstrakte ist oft die eindeutigste Form für das Unbestimmte in mir, das ich nur durch malen klarmachen kann.“ Sie hatte die künstlerische Vision einer symbolischen Übersetzung ureigenster Erfahrungen in abstrakte Form und war geprägt von der Theorie und Malerei Kandinskis. Quelle: Britta Benke „Georgia O‘ Keeffe 1887 – 1986 Blumen in der Wüste“ Benedikt Taschen Verlag 1994

“Schafft Kunst Illusion” fragt Roswitha Geisler in unserer vorletzten Blogparade. Vieleicht habt Ihr Lust bis Sonntag bei ihr im Blog mitzudiskutieren.

Am Montag findet unsere letzte Blogparade bei Frank Koebsch s.u.

20.06.2011 : im Blog von  Frank Koebsch

Infos zur Blogparade bitte hier klicken

KA5, kleiner Garten und 9. Kunstfrage „Ist Kunst Illusion“

15 x 15 cm, Acryl auf Pizzakarton

„Schafft Kunst Illusion?“ ist die 9. Kunstfrage. Meine Antwort in Roswitha Geisler Blog lautete, als Reaktion auf die Beiträge, so: “ Und wenn dann die Illusion des Malenden auf die Illusion des Betrachtenden trifft wird es richtig spannend. Ich frage mich gerade wo der Unterschied ist von Projektion und Illusion. Ich glaube die beiden haben eine enge verwandtschaftliche Beziehung. Ich glaube auch, dass Bilder Illusionen sind. Sie spiegeln die Realität und können vieleicht helfen sie besser zu begreifen. “ Ich glaube aber auch, dass das Wort Illusion wieder unterschiedlich interpretiert wird, laut Wikipedia ist es eine Sinnestäuschung, das stimmt auch. In eine gemalte Landschaft kann man nicht hinein gehen. Und trotzdem steckt in einem Bild auch etwas Reales. Ein Bild transportiert die erlebte innere und äussere Wirklichkeit des Künstlers in die sichtbare Welt. Der Betrachtende nimmt die andere Wirklichkeit über die Augen auf, und interpretiert sie aus der eigenen inneren und äusseren Wahrnehmung heraus.  Die beiden Welten treffen ganz real aufeinander. Wenn ich in einen Spiegel schaue, dann ist der Spiegel z.B das fotorealistische Bild. Ich betrachte mich ganz real, und trotzdem ist das Spiegelbild eine Illusion. Obwohl das Spiegelbild fotorealistisch „gemalt“ ist würde ich es, je nach Tagesform anders wahrnehmen als z. B. eine Freundin. Ich :“Mein Gott sehe ich heute alt, hässlich, dick sonstewas aus“ Eine Freundin :“Finde ich gar nicht, Du siehst voll schlank, hübsch und jünger aus!“ Dafür liebt man u.a. seine Freundinnen. Oder andersum; ich finde mich im Spiegel total hübsch und denke:“ man heute sehe ich aber richtig gut aus!“ Gehe auf die Strasse und kein Mensch guckt mich an :-). Tja so ist das mit den eigenen und fremden Wahrnehmungen. Aber Bilder können Brücken schlagen vom einen Individium zum Anderen. Ich finde das wertvoll.

“Schafft Kunst Illusion” fragt Roswitha Geisler in unserer vorletzten Blogparade. Vieleicht habt Ihr Lust bis Sonntag bei ihr im Blog mitzudiskutieren.

Unsere letzte Blogparade findet statt am:

20.06.2011 : bei Frank Koebsch Infos zur Blogparade bitte hier klicken

And the winner is……..?

alle Namen der Teilnehmenden sind auf einem Zettel...

...werden zu Losen gefaltet ...

... kommen in einen dunklen, dichten Beutel....

... werden geschüttelt, ein Los wird von einer Hand gezogen ,...

die Hand dreht sich, und zum Vorschein kommt....tata..

....Bianca gewinnt das Strandhaus.Herzlichen Glückwunsch!

das Gleiche noch einmal....

.... und Haweka gewinnt Hanemühle. Herzlichen Glückwunsch!

…ach ich könnte stundelang so weiter machen, bis alle gewonnen haben, aber es gibt ja nur 2 Preise zu gewinnen. Bianca und Hendrik  ich freue mich für Euch, bitte schickt mir Eure Adresse wo ich es hinschicken soll an. Herzlichen Dank an alle die sich an meiner Blogparade beteiligt haben! Es hat Spass gemacht und gezeigt, dass es einen Konsens gibt, was die Verwendung von Vorlagen angeht. Die Vorgehensweise wie ein Bild entsteht ist wichtig, und macht auch eine Künstlerpersönlichkeit mit aus, aber letztendlich zählt das Ergebnis. Ein Künstler sollte aus dem Vollen schöpfen können, Altes verwenden, Neues erforschen ohne sich einschränken zu lassen, oder sich selbst einzuschränken. Am Montag geht es mit Roswitha Geissler weiter! Infos zur Blogparade hier klicken

Manchmal kommt es mir so vor, als müsste man als bildende/r KünstlerIn, wie ein Embrio, das sämtliche Entwicklungsschritte der Menscheitsgeschichte im Uterus bis zur Geburt durchläuft, ebenfalls im Zeitraffer alle kunstgeschichtlichen Stadien durchlaufen, um zum eigenen Ausdruck  finden zu können. Eine Chance, aber auch eine grosse Herausforderung,weil sich in den letzen 100 Jahren mehr verändert hat, als in tausend Jahren davor. Das ein oder andere Vorurteil kann dann auch an einem hängen bleiben und muss reflektiert werden, wie die Verwendung von Fotovorlagen im 19. Jahrhundert. Ich persönlich finde, dass nicht Jede/r dazu verpflichtet ist etwas Neues in die Kunst zu bringen. Manchmal ist es auch nur ein Nachahmen des gerade Neuen, das wer auch immer gerade vorgibt und bald schon wieder alt ist. (Heute darf nur hässlich; morgen nur schön; übermorgen lässt man nur noch malen, soll gar nicht mehr malen, darf nur noch am Pc malen, nicht mehr am Pc etc). Aber ich finde man kann durchaus auch aus dem grossen kreativen Kochtopf der Menschheitsgeschichte etwas für sich rausfischen, das zu einem passt, was dazu geignet ist sich zu entfalten und zu entwickeln. Trotzdem ist doch jede Handschrift anders, daher neu und würzt das Gericht. Ich orientiere mich gerne an den grossen KünstlerInnen der verschiedenen Epochen, die mir gefallen und lerne von Ihnen, aber ich muss mich auch nicht permanent mit ihnen vergleichen. Die grossen Würfe machen ein paar wenige KünstlerInnen; hoffentlich, sonst verliert man ja völlig den Überblick. Mit offenem Blick auf das antike, das zeitgenössische Kunstgeschen und die persönliche Weiterentwicklung haben, und ein persönliches Vorwärtskommen in seiner Kunst anstreben, ist und bleibt ebenfalls wertvoll, und ich glaube sogar, dass es die Basis bietet für die grossen Würfe. Ebenso ist es wertvoll, wenn sich andere Menschen an der Kunst die man schafft erfreuen können, oder sich auf andere Art davon berühren lassen. Ich schätze ich habe gerade ein kleines persönliches Resümee der bisherigen Kunstfragen gezogen.

8. Frage zur Kunst:“Welche Bedeutung haben Vorlagen für ein eigenständiges Bild?“

15 x 15 cm, Acryl auf Pizzakarton

Liebe BesucherInnen, die achte Blogparadenwoche findet heute bei mir statt und meine Frage lautet:

„Welche Bedeutung haben Vorlagen für die Entstehung eines eigenständigen Bildes?“ Spielt es eine Rolle ob ich z.B als Vorlage direkt vor der Natur male/zeichne, eine fremde oder eigene Fotografie nutze, nach einer Skizze arbeite, aus erinnerten und inneren Bildern schöpfe, oder Verschiedenes mixe? Sollte die Wahl der Herangehensweise auch ein Kriterium für den Wert eines Bildes sein? Oder können die unterschiedlichen Methoden, wonach ein gemaltes oder gezeichnetes Bild entsteht, gleichwertig nebeneinander stehen; zählt nur das Ergebnis?

Wie denkt Ihr darüber? Ich bin sehr gespannt auf die Diskussion und freue mich darauf. Auf meine eigene Meinung und Vorgehensweise zum Thema gehe ich im laufe der Woche  noch genauer ein. Am Sonntag verlose ich das obige Strandhausbild und ein Überraschungspaket der Firma Hahnemühle unter den Diskussionsteilnehmenden. Ihr nehmt teil, indem Ihr einen Kommentar zur Frage schreibt. Wenn Ihr das erste Mal bei mir einen Kommentar schreibt muss ich ihn erst freischalten, was ich spätestens jeden Abend mache. Ich hoffe es wird interessant für Euch und wünsche viel Glück!

Strandhaus 13 und Hinweis zur 7. Kunstfrage „Darf Kunst auch einfach nur schön sein oder…….“


26 x 26 cm, Acryl auf Pizzakarton

Bis Sonntag könnt Ihr Euch noch beteiligen an der 7. Blogparadendiskussion zur Frage von Frank Hess (Link siehe unten): “ Darf Kunst auch einfach nur schön sein, oder benötigt sie einen Bezug oder Kontext?“ Am Dienstag habe ich dazu einen Kommentar in Franks Blog geschrieben den ich unten eingestellt habe. Es ist wieder eine sehr interessante Diskussion.Danach habe ich mich bemüht ein schönes Bild zu malen :-) Das Ergebnis seht Ihr oben. Ihr könnt  einen wunderbaren Tulpenstrauss von Frank Hess gewinnen und ein Paket der Firma Hahnemühle. Versucht Euer Glück! Am kommenden Montag bin ich dann dran mit meiner Frage zur Kunst!

Der Schönheitsbegriff ist einerseits kulturell geprägt und andererseits auch subjektiv. Ein Bild als schön zu bezeichnen ist daher eine Mischung aus Beidem.“ Das Bild finde ich schön“ ist glaube ich Ausdruck eines Wohlgefühls beim Betrachtenden und die wenigsten trauen sich das noch zu sagen, weil viele MalereInnen das fast als Beleidigung betrachten. Warum kann ich nicht wirklich nachvollziehen, aber auch ich bin dazu übergegangen zu sagen : „Das Bild gefällt mir“, wenn ich nur ein kurzes Feedback geben möchte. Man weiss vieleicht gerade nicht warum man ein Bild schön findet, oder hat auch gerade keine Lust nach dem Grund zu suchen. Manchmal will man sich eben eine Blume einfach nur ansehen und nicht nach der tieferen Bedeutung suchen. Geht ja auch nicht immer jeden etwas an, warum der Künstler diese oder jene Neigung des Blattes gemalt hat und in welcher Phase sie/er gerade steckte. Wenn ein Künstler will, dass der Betrachtende seine Bildaussage versteht, dann wird er es auch deutlich mitteilen; sei es im Bild oder über den Titel. Alles andere ist  entweder Unvermögen oder für das Bild und den Betrachtenden nicht wichtig, lässt aber viel Raum für Spekulation. Was wäre die Kunst ohne Spekulation? Viele finden sie ja nur dadurch spannend. Ich glaube fast alle MalerInnen habe auch „schöne“ Bilder gemalt, in denen ausschliesslich Farb- und Bildkompsition, Flächen, Linie, Hell- Dunkelkontraste etc. die grösste Rolle einnehmen und in denen der „Sinn“ des Bildes war, ein Harmonisches Ganzes zu erschaffen und etwas vom Wesen des Künstlers zu transportieren (in der Linie, im Pinselduktus). .Besonders bei den Stillleben kann man die Schönheit der Bilder  bei fast allen grossen MalerInnen bewundern. Die Schönheit bestimmter Bilder zu erkennen, braucht aber glaube ich manchmal auch eine Schulung des Auges und ist danch wieder Abhängig vom Geschmack. In diesem Sinne ist ein sehr schönes Bild zu malen  eine grosse Kunst. Her mit schönen Bildern. Ich liebe schöne Bilder. Es gibt vierle schöne Bilder. Ich versuche gleich ein schönes Bild zu malen.

Infos  über die KunstBlogparade (KünstlerInnen, Termine, Links, bisherige Fragen, Gewinne)  und  zur Teilnahme an den Verlosungen,  vom 18.04 bis 26.06. 2011, über diesen internen Link zur Blogparade

Aktuelle Frage von Frank Hess : “Darf Kunst auch einfach nur schön sein oder braucht sie einen Kontext oder Bezug?” Auf den Link unten klicken und mitmachen!
30.05.2011: Frank Hess
06.06.2011: Helen Königs
13.06.2011: Roswitha Geisler
20.06.2011: Frank Koebsch