STillleben mit Schale

15 x 15 cm, Acryl auf Pizzakarton

Man nehme eine Schale, Tomaten, ein Tuch, einen Bildträger aus Pizzakarton, Farben in den Grundtönen rot,gelb,blau, schwarz, weiss und einen Pinsel……..zu den Grundzutaten kann jede Malerin/ jeder Maler etwas sagen, und auch daraus eine Komposition machen. Ein Rezept für ein eigenständiges Bild zu geben ist trotzdem nicht möglich, da ein Bild immer eine eigene Entwicklung durchlebt auf die man sich einlässt.

Stillleben Komposition

15 x 15 cm, Acryl auf Pizzakarton

An diesem Stillleben hat mich in erster Linie die Komposition von Farbe und Gegenständen interessiert. Johann Wolfgang von Goethe konnte mit dem Wort „Komposition“ offensichtlich überhaupt nichts anfangen Zitat:„Komposition“ ist ein ganz niederträchtiges Wort, das wir den Franzosen zu verdanken haben und das wir sobald wie möglich wieder loszuwerden suchen sollten. Wie kann man sagen, Mozart habe seinen Don Juan „komponiert“! Komposition! Als ob es ein Stück Kuchen oder Biskuit wäre, das man aus Eiern, Mehl und Zucker zusammenrührt!“ Quelle: gutzitiert.de . Ich persönlich habe mit dem Wort keine Probleme; ich „komponiere“ gerne :-).

 

Stillleben mit Brot

15 x 15 cm, Acryl auf Pizzakarton

Die grösste Brotvielfalt gibt es in Deutschland. Es ist sozusagen Weltmeister im Brot backen, und  ich habe gerade gelesen, dass der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks sich um eine Erfassung der Brotvielfalt in einem Online-Brotregister bemüht, mit dem Ziel, die deutsche Brotvielfalt zum Weltkulturerbe erklären zu lassen.(Quelle Wikipedia) Das sollten alle Länder mit ihren Spezialitäten machen, damit über die Grosskonzerne nicht Alles zum Einheitsbrei  wird, und die schöne Vielfalt überall erhalten bleibt.

Stillleben mit Äpfeln

15 x 15 cm, Acryl auf Pizzakarton

„Der Akt des Malens zählt, nicht das fertige Produkt“ hat auch schon George Braque damals gesagt (Quelle siehe Post von gestern). Es gelingt mir nicht immer in dieser Haltung beim Malen zu bleiben, aber ich führe mich immer wieder dort hin, wenn ich merke, dass ich abrutsche und unbedingt ein „gutes Bild“ malen will. Die notwendige Lockerheit erreiche ich manchmal nur, wenn ich ein Bild erst einmal aufgebe, und mit frischer, spielerischer just for Fun Haltung weitermache. Im wunderbaren Blog der Zeichnerin Martina Wald geht es auch gerade um dieses Thema. Wer mit Freude zeichnen lernen möchte, ist bei Martina in sehr guten Händen, Ihr könnt dort einen Newsletter abonnieren, der immer mit viel Humor gewürzt ist. Schaut doch mal rein.

Stillleben mit Zitrone

15 x 15 cm, Acryl auf Pizzakarton

Der Georges Braque 1882-1963) wird mir immer sympathischer. Zitat: „Ja, als junger Mensch wünschte ich mir nichts sehnlicher, als wie Cezanne zu malen. Glücklicherweise ist mein Wunsch nie in Erfüllung gegangen, sonst hätte ich vieleicht nie wie Braque gemalt. Wie gefährlich wäre es für einen Maler, wenn alle seine Gebete erhört würden!“ (Quelle: W.Hess Dokumente zum Verständnis der modernen Malerei rororo 2001 28.Aufl.)

Stillleben mit Stuhl 2

15 x 15 cm, Acryl auf Pizzakarton

Aus meinem besagten Buch (siehe letzes Posting) heute ein Zitat von Georges Braque (1882-1963) über das ich mich amüsiert habe. „Ich persönlich hatte nie ein Ziel im Auge…Es ist sehr schlimm, wenn man entdeckt, daß man Maler ist…..Meine einzige Absicht war vieleicht, mich von einem Tag zum andern zu verwirklichen. Dabei zeigt es sich, dass alles, was ich dabei mache, wie ein Bild aussieht. Und ich setze meinen Weg fort.“ Köstlich. Er sagte auch:“Das einzig Gültige in der Kunst ist das, was man nicht erklären kann“ Kommt schön in den ersten Mai hinein….

Stillleben mit Stuhl

15 x 15 cm, Acryl auf Pizzakarton

Mit dem heutigem abstrahierten Stillleben, und einem Zitat von Wassily Kandinski (1866-1944), geht es schon wieder in das hoffentlich spürbar frühlingshafte Wochenende. „Ebenso wie in der Realistik durch das Streichen des Abstrakten der innere Klang verstärkt wird, so wird auch in der Abstraktion der innere Klang durch das Streichen des Realen verstärkt.“ (Quelle: W.Hess Dokumente zum Verständnis der modernen Malerei rororo 2001 28.Aufl.)

 

Portrait; Paul Gauguin

26 x 26 cm, Acryl auf Pizzakarton

Nach meiner Osterpause geht es wieder weiter mit einem Portrait des französischen Malers Paul Gauguin (1848 – 1903), gemalt nach einer s/w Fotografie. Das berühmteste Bild von Paul Gauguin ist glaube ich seine Allegorie: „Woher kommen wir? Wer sind wir? Wohin gehen wir?“ Über die Titelfindung zum Bild, die auch einen Einblick in seine Malweise gewährt, schreibt er: „…..in meinem Traum mit der ganzen Natur verbunden vor dem Mysterium unserer Abstammung und Zukunft. Beim Erwachen, als mein Werk vollendet war, sagte ich mir: Woher kommen wir? Wer sind wir ? Wohin gehen wir? Eine nachträgliche Reflexion, nicht ein Teil des Bildes, dem Mond gehorsam den Titel hinterher findend.“ (Quelle: Walter Hess: „Dokumente zum Verständnis der modernen Malerei“ Rohwolt Verlag 2001) Die Kraft und Ausdrucksstärke seiner Bilder beeindrucken mich immer wieder.