Portrait, Käthe Kollwitz

17 x 24 cm, Acryl auf Pizzakarton

1867-1945, deutsche Grafikerin, Zeichnerin und Bildhauerin

„Peter, Erich, Richard, alle stellten ihr Leben unter die Idee der Vaterlandsliebe. Dasselbe taten die englischen, die russischen, die französischen Jünglinge. Die Folge war das Rasen gegeneinander […]. Ist also die Jugend in all diesen Ländern betrogen worden? Hat man ihre Fähigkeit zur Hingabe benutzt um den Krieg zustande zu bringen? Wo sind die Schuldigen? Gibt es die? Sind alles Betrogene? Ist es ein Massenwahnsinn gewesen? Und wann und wie wird das Aufwachen sein? Der Abgrund hat sich nicht geschlossen. Millionen hat er verschlungen und klafft noch.[…] Ist es treulos gegen dich– Peter– wenn ich nur noch den Wahnsinn jetzt sehn kann im Kriege?“
Zitat Käthe Kollwitz, Die Tagebücher, 11. Oktober 1916

Portrait; Käthe Kollwitz

26 x 26 cm, Acryl auf Leinwandkartonage aus Pizzakarton

Dieses  Portrait ist mein 2. Bild von  Käthe Kollwitz. (1867 – 1945). Das 1. Portrait im Format 15 x 15 cm kann unter diesem Link aufgerufen werden. Wie viele Künstler haderte auch diese grosse Künstlerin immer wieder mit sich, und beschrieb in ihren Tagebuchaufzeichnungen auch ihren Weg des Älterwerdens. Silvester 1912/13:“Schlimm ist es, daß ich manchmal an mein Arbeiten nicht mehr glaube. Früher sah ich nicht nach der Seite, jetzt fühle ich mich angreifbar, bin manchmal arg verzagt. Auch beunruhigt mich zu sehr die Jugend mit ihrer anderen Richtung. Hätte ich große Kraft in mir, würde sie mich wenig kümmern, jetzt fühle ich keinen Nachhall, komm mir zum alten Eisen geworfen vor. Das ist auch so. Und das einzige was man tun kann, ist, Scheuklappen vorzunehmen und für sich zu büffeln und sich um nichts anderes zu kümmern.“ (Quelle:  List Bücher 92; 1958 Käthe Kollwitz „Aus meinem Leben“; ein Flomarktfund) Das mit den Scheuklappen ist vieleicht auch in der heutigen Zeit gar kein so schlechter Tip….zumindest ab und zu einmal.

Käthe Kollwitz; Acrylportrait und Hinweis zur 7. Blogparade von Frank Hess

15 x 15 cm, Acryl auf Pizzakarton

Auch Käthe Kollwitz ist eine der weltweit bedeutendsten KünstlerInnen der letzen Jahrhunderte. Ihre Zeichnungen und Skulpturen verstehen die Menschen in allen Ländern und sie benötigen keinerlei Übersetzung oder Erklärung. Am bekanntesten sind ihre Arbeiten, die die großen ernsten Lebensthemen wie Krieg, Hunger und Schmerz beinhalten, aber es gibt auch heitere  Zeichnungen z. B. zum Thema Familie von ihr. (Quelle: Ausstellungskatalog Galerie Pels-Leuden Berlin-Villa Grisebach 10.Sept.bis 10.Nov. 1990)

Da kann ich dann gleich den Bogen spannen zu unserer 7. Blogparde, die in dieser Woche im Blog von Frank Hess gestellt wird. „Darf Kunst auch einfach nur schön sein oder benötigt sie einen Bezug oder Kontext?“ fragt Frank Hess. Das gibt bestimmt wieder eine interessante Diskussion. Wenn Ihr einen Kommentar zur gestellten Frage schreibt, könnt ihr das wunderbares Tulpenbild von Frank Hess gewinnen, das ihr unten seht und ein von der Firma Hahnemühle gestiftetes Überraschungspaket. Am Sonntag werden diese beiden Preise dann von Frank Hess verlost. Ich wünsche Euch viel Glück und Spass an der Diskussion! Einfach oben auf den Namen klicken und Ihr landet in seinem  Blog.

Frank Hess

„Tulpenvase“

30 x 20 cm

Zeichnung

Tusche auf Bütten