KA 27

15 x 15 cm, Acryl auf Pizzakarton

Gestern brütete ich über diesem Bild nach einer Namensgebung und habe dann wieder zu meinem Kürzel AK = Kleine Abstraktion zurückgegriffen, weil alles andere mir zu aufgesetzt erschien. Manchmal kommt mir bei einem Bild spontan ein Titel in den Sinn, aber oft muss ein Bild für sich alleine stehen; vollkommen frei für Interpreationen. Einen Titel „finde“ ich ähnlich wie ich ein Bild „finde“, dies gilt zumindest für die meisten Abstraktionen. “ Wenn ich male, habe ich nichts anderes im Sinn, als zu zeigen, was ich gefunden habe, und nicht was ich suche“ sagte Pablo Picasso, und dieses Zitat kommt mir genauso entgegen wie das folgende Zitat von ihm:“…. Jeder möchte die Kunst verstehen. Warum versucht man nicht, die Lieder eines Vogels zu verstehen? Warum liebt man die Nacht, die Blumen, alles um uns her, ohne es durchaus verstehen zu wollen? Aber wenn es um ein Bild geht, denken die Leute sie müssen es verstehen……“ Pablo Picasso (Quelle : Walter Hess „Dokumente zum Verständnis der modernen Malerei“rororo 2001  28.Aufl.) Ein Bild muss man laut Picasso nicht verstehen, man kann es auch einfach intuitiv auf sich wirken lassen; na wenn Picasso das schon sagt, dann kann man das Ganze doch entspannter angehen. Auf mein obiges Bild trifft das auf jeden Fall zu. Ich muss noch nicht mal selbst verstehen was ich „gefunden“ habe :-)

 

Stillleben mit Zitrone

15 x 15 cm, Acryl auf Pizzakarton

Der Georges Braque 1882-1963) wird mir immer sympathischer. Zitat: „Ja, als junger Mensch wünschte ich mir nichts sehnlicher, als wie Cezanne zu malen. Glücklicherweise ist mein Wunsch nie in Erfüllung gegangen, sonst hätte ich vieleicht nie wie Braque gemalt. Wie gefährlich wäre es für einen Maler, wenn alle seine Gebete erhört würden!“ (Quelle: W.Hess Dokumente zum Verständnis der modernen Malerei rororo 2001 28.Aufl.)

Portrait; Helen Frankenthaler

26 x 26 cm, Acryl auf Pizzakarton

Das Portrait von Helen Frankenthaler (1928 New York – 2011) habe ich nach einer s/w Fotografie von Ernst Haas aus 1969 gemalt. Sie war eine sehr bedeutende Vertreterin der Farbfeldmalerei und des abstrakten Expressionismus. Helen Frankenthaler hatte eine grosse Affinität zum Wasser und liess ihre Bilder sprechen, in dem sie  dünnfließende Farbe, auf meist grossflächige Bildträger, auf den Boden goss. Durch diese von ihr entwickelte, und durch Jackson Pollock inspirierte, Maltechnik, entstanden Bilder von einer grossen Leichtigkeit und Zartheit. Der Fotograf Ernst Haas hat 1969 eine sehr schöne Fotoserie von Helen Frankenthaler erstellt, die ihre Arbeitsweise veranschaulichen. Sie war eine der wenigen Frauen die auf ihrem Gebiet zu öffentlicher Anerkennung gelangte. (Quelle u.a. Faz.net.)