Stierkopf

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Stierkopf, 02/’10, a 10,5 x 14,5 cm, Acrylauf Pizzakarton

Diese Serie habe ich nach einem Stierkopf aus Bronze aus der 2. Hälfte des 3. Jahrtausends v.u. Z. aus einem Buch über sumerische Kunst gemalt. Der Stier ist ein unglaublich symbolträchtiges Tier, mit dem sich schon viele Künstler jedweder Zeit auseinandergesetzt haben. Beim Malen schossen mir die unterschiedlichsten Bilder durch den Kopf, von Stierkämpfen über die alten griechischen Mythen; die Vewandlung des Zeus in einen Stier/die Verführung und Raub der Europa.  Aber nur als vage Puzzleteile (und über wunderschöne Bilder von Tizian bis Beckmann) da ich mich nie intensiver damit beschäftigt hatte. Dies haben Andere getan und ich finde das ziemlich interessant. Hier ein paar Links zum Thema. Wikipedia zum Thema Mythos Europa/Stier Ulrike Ottinger hat sich künstlerisch damit auseinandergesetzt und Annette Kuhn (Pdf Datei) ist für den Verein Haus der Frauengeschichte ( HdFG), auf historische  Spurensuche aus Sicht der Frauen gegangen und hat einen sehr wertvollen Beitrag zur Frauenforschung und historischem Frauen Wissen geleistet.

Ich bin eigentlich kein besonders intellektueller( wie schrieb man das noch gleich?) Mensch (ich liebe Serien wie King of Queens und Fran Fine; also bitte…), aber  meine Liebe zur Kunst führt mich auch zu obigen Themen und es ist eine echte Bereicherung.

Abstrakte Lieblinge

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AIKF, ’07, 11,5 x 16 cm, Acryl auf Pizzakarton

Diese abstrakte Serie erzählt für mich eine Geschichte die etwas mit Japan zu tun hat ( meine derzeitigen Lieblingsbilder). Das Schöne an der intuitiven Malerei ist, dass man selbst nicht genau weiss, was am Ende dabei herauskommt. Dass macht es  spannend und während des Malprozesses auch aufregend. Das Schwierige dabei ist, den Geist möglichst weit aussen vor zu lassen und ihn zu beruhigen, wenn er z.B. Einwände einbringt wie:….dass geht doch gar nicht…..dass entbehrt jeder perspektivischen Grundlage….oder ….halt stopp da war gerade so ne schöne Stelle.  Sich von der geistigen „Kontrollinstanz“ freundlich zu distanzieren, sie aber auch nicht völlig aussen vor zu lassen, ist für mich in der abstrakten Malerei  eine besondere Herausforderung und die Vorraussetzung um der Intuition die Chance zu geben sich einzubringen.  Wikipedia zu Intuition.

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Kleine Abstrakte und Ausstellungstip Bremen

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AIKF 2, ’09, 16,5 x 11 cm u. 16,5 x 16,5 cm, Acryl auf Pizzakarton

Ehrlich gesagt stehe ich selbst vor dieser Bilderreihe wie jemand, der sagt: “ Was will uns die Malerin denn jetzt damit sagen? Die Wahrheit ist, dass ich in dieser Reihe intuitiv mit Linie und Farbauftrag gespielt habe. Hier ein Strich, dort ein Farbauftrag und das Ganze immer wieder hin und her, bis ich der Meinung war, eine gewisse Harmonie und auch Spannung erreicht zu haben. Fertig! Dass wars! Keine weiteren Erklärungen notwendig. Dass ist das Schöne an der Abstraktion; gleichzeitig aber auch das Schwierige, da die Abstraktion dadurch als etwas Willkürliches erscheinen kann und schnell, aber auch verständlicherweise, als „Nichtkunst“ angesehen werden kann. Im kunsthistorischen Kontext kann man abstrakte Kunst besser verstehen lernen und steht nicht wie der Ochs vorm Berg, wenn man z.B. vor einem blauen Bild (Yves Klein) oder schwarzem Quadrat ( Kasimir Malewitsch) steht; mehr zum Thema über Wikipedia zum schwarzen Quadrat u.Abstrakte Malerei

Meine Abstraktionen würde ich der- Lyrischen Abstraktion-; der informellen Kunst, zuordnen, die für den Ausdruck einer intuitiven  Kreativität steht.

Die 2. Form ungegenständlicher Malerei wird als- Konstruktive Abstraktion– bezeichnet; hier werden geometrische Ordnungsstrukturen verbildlicht.

Das blaue Bild von Yves Klein und Bilder konstruktiver Abstraktionen von Piet Mondrian befinden sich zur Zeit in der schönen Ausstellung „Farbwelten von Monet bis Yves Klein“ in Bremen im Paula Modersohn-Becker Museum

Die Ausstellung ist nur noch zu sehen bis zum 24. Januar 2010

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Mein Beitrag zu: „Was ist gute Kunst“

Seitdem ich blogge, stellen sich mir z.B. folgende Fragen. Will ich in erster Linie meine Bilder sprechen lassen? Den Menschen die auf meine Seite kommen zeigen; dass ist ein Teil von mir; dass ist meine Leidenschaft und nicht zu vergessen meine Freude, mein Spass?  Was passiert, wenn ich meine „just for fun“ Seite zeige und z.B. einen frisch geschenkten Weihnachtsmops fotografiere und ins Netz stelle, weil es gerade zu meinem „Tier der Woche“ Beitrag passt?

Ist dass dann schon oberflächlich, nicht ernst, nicht intellektuell genug? Werde ich dann gleich abgehakt im schnellen Internet, ohne dass meine anderen künstlerischen Seiten mit einbezogen werden konnten? Und was ist mit mir? Mache ich dass auch?

Was ist Kunst? Was ist gute Kunst? Diese Fragen werden  in unterschiedlichen Blogs diskutiert und ich finde es spannend und anregend die einzelnen Beiträge zu lesen und habe gemerkt, dass ich meine eigene Meinung zu diesem Thema irgendwie nicht so schnell in Worte fassen konnte um einen Kommentar zu hinterlassen. Ich versuche dies  jetzt in diesem Beitrag.

Für mich soll  Kunst möglichst wahrhaftig (ein grosses Wort) sein, ein Ausdruck dessen, was einen Menschen bewegt.  Wenn dieser Funke in mir eine Beantwortung findet und sei es ein Lachen hervorzuzaubern, einen Schmerz zu spüren, ein Suchen zu erkennen,  eine Neugierde oder Erinnerung zu  entfachen,  freue ich mich, dieser Kunst begegnet zu sein.

Meiner Meinung nach spricht gute Kunst, ich beziehe mich hier auf die bildliche Darstellung, genauso wie in der Musik, die Gefühle an. Die Virtuosität in der Pinselführung ist für diese Definition „guter Kunst“ keine zwingende Vorraussetzung. Wenn beides im Einklang ist, kann die Betrachtung eines Kunstwerkes allerdings ein wahrer Hochgenuss sein. Perfektion war glaube ich noch nie ausschlaggebend für ein vielgeliebtes Kunstwerk, Unvollkommenheit dagegen schon. Auch Banalitäten können ihren Platz in der Kunst haben, es kommt nur darauf an wie man Sie einsetzt und welchen Platz sie in der Kunst der Künstlerpersönlichkeit einnimmt.

Ich glaube, dass letztendlich-Kunst machen-und-Kunst erleben- eine zutiefst persönliche Sache ist und sich dadurch die Frage: „Was ist gute Kunst“ einer allgemeingültigen Beantwortung entzieht. Unglücklicherweise/Glücklicherweise/Weise

Trotzdem gibt es, denke ich, einen Kriterienkatalog in den Köpfen der meisten Menschen die Kunst betrachten (mich eingeschlossen), der sich aus der eigenen Erfahrung mit der Kunst, Bildung, Wissen,Vorbildern, Vorlieben, Einstellungen etc. speist und sich dadurch auch stetig verändert. Mit Hilfe dieses ureigensten Kriterienkatalogs wird dann ganz persönlich die Kunst bewertet.

Aber eine Sache trifft glaube ich zumindest auf die meisten Künstler zu und dass hat Karl Valentin in dem Satz ausgedrückt: „Kunst ist schön macht aber viel Arbeit“, wobei dass wieder die Frage aufwirft…….ist Arbeit noch Arbeit wenn sie Spass macht? Dies kann man auch wunderbar aufs Bloggen übertragen.

Soviel zu meiner bescheidenen Annäherung an ein sehr komplexes Thema, an dem sich schon grosse Geister schieden. Ich schick diesen Beitrag jetzt in den Webspace. Ich habe gehört, dass das Webspacegedächtnis  nie etwas vergisst (auch keine Rechtschreibfehler und Schwerwiegenderes); eine etwas gruselige Vorstellung, aber ich gehe das Risiko ein. No risk no fun. Webspace sei mir gnädig.

Ich wünsche allen Lesern meines Blogs frohe Weihnachten und  einen guten Start ins Jahr 2010.