bittere Wahrheit

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06/’10, 14 x 14 cm Acryl auf Pizzakarzton

Das Schicksal von Tatjana Barbakoff hat mich noch nicht losgelassen, bin ich doch aufgewachsen in einer Generation, die die Bürde einer schwierigen Auseinandersetzung mit zu tragen hatte, über die Verbrechen eines grausamen Regimes, dass aus dem Land der Grosseltern und Eltern, in dem wir geboren wurden, hervorgegangen war. Es bleibt die Hoffnung, dass die Auseinandersetzung über die Taten und was Menschen dazu bewegt in einem so grossem Ausmass Irr-sinnig zu werden, intensiv bleibt und dazu beiträgt des Menschen Irr-sinn und seine Polarisierungen  zu transformieren, zu beherrschen.

Porträt Tatjana Barbakoff; nach einer Büste

06/’10, 14 x 14 cm, Acryl auf Pizzakarton

Die Tänzerin Tatjana Barbakoff hat viele KünstlerInnen (Maler , Fotografen, Bildhauer) inspiriert und es haben sich daher viele Zeugnisse dieser wunderbaren Tänzerin erhalten. Die Nazis haben ihr schreckliches Schicksal zu verantworten, aber wirklich auslöschen konnten sie sie nicht! Das Bild habe ich nach dem Foto einer Büste von Arnold Henschler, Gips, 1921 gemalt. Das Foto war aus dem Ausstellungskatalog des kultur-bahnhof-eller.de über diesen Link kann man weitere Werke damaliger Künstler betrachten (Pdf Datei). In der Darstellung von Arnold Henschler wirkt Tatjana Barbakoff noch sehr jung und ich habe sie weiter verjüngt und hatte beim Malen das Gefühl als würde ich ihr inneres Kind malen. Es ist so unglaublich traurig, dass sie keinen Schutz bekommen konnte, wie auch so viele andere Menschen nicht.

Porträt Tatjana Barbakoff und Ausstellungstip Berlin

06/’10, 14 x 14 cm, Acryl auf Pizzakarton

Das Leben und Werk der Tänzerin Tatjana Barbakoff ( 1899- 1944) wird in einer Ausstellung in Berlin gewürdigt. Ausstellungsort ist Das Verborgene Museum; Dokumentation der Kunst von Frauen e.V. , Schlüterstrasse 70. Die Ausstellung läuft noch bis zum 27.06.’10. Öffnungszeiten, Bilder und Biographie unter obigem Link. Das Bild habe ich nach einem Foto von Nini und Carry Hess gemalt. Das Foto zeigt die lettische Tänzerin jüdischer Herkunft im Exil in Paris bei Aufnahmen aus dem Film “ Tanz unterm Hakenkreuz“. (Infoquelle: Zeitschrift tanz April 2010) Von 1940 bis 1944 war Tatjana Barbakoff gezwungen sich zu verstecken. Sie wurde 1944 von der Gestapo gefunden, nach Auschwitz deportiert und dort umgebracht. Puh, dass viel mir schwer zu schreiben und geht mir nah.