Mister X; Unvollendet vollendet 2

26 x 26 cm , Acryl auf Pizzakarton

Hier ist das männliche Pendant zur unvollendet Vollendeten. Für Mund und Nase nutzte ich ein Foto des Künstlers Mister X, welches in einem Artikel über Mister X abgebildet war. Ich hatte mich nie näher mit Mister X beschäftigt, weil mir viele seiner Werke sehr kitschig erschienen und mir nicht gefielen. Der Artikel zeigte allerdings, dass es lohnen würde, sich zumindest etwas länger mit den Arbeiten von Mister X, (einer der wenigen Künstler dessen Kunst unverschämte Höchstpreise erzielt) und deren Aussage auseinanderzusetzen. Da Mister X schon mehrere Prozesse bezüglich Urheberrechtsverletzung geführt hat, in denen er sie entweder selbst verletzt haben soll,  oder meinte seine Urheberrechte wären verletzt worden, behalte ich den Namen lieber für mich; obwohl ich nicht glaube, dass irgendjemand den (zugegeben sehr schönen) Mund von Mister X ohne weitere Erkennungsmerkmale erkennen würde :-)

Edouard Manet

26 x 26 cm, Acryl a Pizzakarton, als Teil einer Serie nicht verfügbar

Die berühmtesten Gemälde des französischen Malers Edouard Manet (1832 – 1883), lösten auch gleichzeitig  eine der größten Skandale der Kunstgeschichte aus. Wie sollte es anders sein ging es dabei um Moral, Anstand und nackte Körper. Die Bilder „Das Frühstück im Grünen“ und „Olympia“ können  auch heute noch starke Emotionen hervorrufen und werfen Fragen auf. Es ist interessant zu sehen, dass beide Szenen in einer Tradition stehen, Verbindungen zu anderen Malern haben, und von unterschiedlichen Malern in unterschiedlichen Epochen aufgegriffen und beantwortet wurden. „Das Frühstück im Freien“ z. B. von Tizian/Watteau/Monet (unvollendet)/Cezanne/Picasso und „Olympia“ z.B.von Giorgione/Tizian/Goya/Picasso. (Quelle Wikipedia siehe angegebene Links).

Jonathan Meese; Portrait

26 x 26 cm, Acryl auf Pizzakarton; als Teil einer Serie nicht verfügbar

Jonathan Meese (geb.1970 in Tokio) ist für mich einer der interessantesten  Künstler der Gegenwart. Seine Kunst polarisiert und er wird oft das „enfant terrible (schreckliches Kind)“ der Kunstwelt genannt.  Entwender man findet ihn genial, oder man denkt er sei ein Scharlatan, ein Verrückter. Ich tendiere (nach längerer Auseinandersetzung) zu genial, obwohl ich nicht jedes Kunstwerk (oder jede Aktion) seiner Massenproduktionen gut finde. Eine  „Diktatur der Kunst“ sei das angestrebte Ziel; die notwendige Revolution die unseren Planeten rette, vertritt Jonathan Meese in seiner Kunst. Jeder Mensch soll unzensiert alles was  er empfindet in Kunst ausdrücken, und ansonsten die Welt mit seinen Empfindungen und Bedürfnissen (u.a Aggression, Gewalt. Machtansprüche etc.) in Ruhe lassen und freundlich sein.; so könne die Welt heilen. Lieber „Soldaten“ der Kunst sein und für die Kunst „stramm stehen“ oder „Soldaten“ in der Kunst spielen, statt im echten Krieg oder Diktatur. So verstehe ich seinen Ansatz jedenfalls und diese Vorstellung mag ich sehr.  Der hochintelligente, belesene und begabte Jonathan Meese lebt seine Kunst und Überzeugung mit seinem ganzen Sein. ( in einer schützenden Blase, die ihm seine Mutter, Freunde, Geld, oder der Kunstbetrieb bieten). Symbole und menschliche Gesten, die überfrachtet und ausgebeutet wurden von diktatorischen oder religiösen Ideologien tauchen immer wieder in seinen Bildern und Performances auf. Er will sie dadurch entmythologisieren, entlarven und befreien. Missbrauchten Symbolen und Gesten soll zurückgegeben werden was sie ursprünglich einmal waren; Formen und körperliche Bewegungsmöglichkeit. Viel Persönliches aus seinem Leben findet sich aber auch in seiner Kunst, alles fliesst in sie hinein. Er geht sehr offen damit um und steht z.B. auch öffentlich zu seiner sehr engen Mutterbindung. Er selbst sagt Zitat: „Ich weiss nicht ob das, was ich mache Kunst ist.“ Das ist doch sehr ehrlich….und geht es uns nicht allen so, dass wir nicht wissen was Kunst denn nun genau ist? Er sagt auch: „Ich will nicht das machen was ich schon kann; ich kann doch die Kunst nicht mit meinem Können belästigen.“  Dieser Satz amüsiert mich und macht mich gleichzeitig nachdenklich. Wie der Kunstbetrieb Jonathan Meese vereinnahmt finde ich allerdings fragwürdig….. (Quelle der Zitate : You tube Video  Hautnah, Künstlerportrait Arte 2008)

Portrait Egon Schiele

15 x 15 cm, Acryl auf Pizzakarton

Egon Schiele (1890 – 1918) gemalt nach einer Fotografie von Josef Trcka. Egon Schiele war ein expressionistischer Maler aus Wien, ein Rebell in seiner Zeit, der mit unglaublicher Intensität, Hingabe und genialem zeichnerischem und malereischem Können, häufig tabuisierte Themen in seiner Malerei ausgedrückt hat. In seiner Arbeit gab es für ihn kein Tabu. Seine intimen Frauen- und Männerdarstellungen sind in ihren körperlichen und seelischen Entblössungen manchmal schonungslos dargestellt.  Durch viele Bilder von Egon Schiele  die ich gesehen habe, zieht sich eine Spur von Tragik und Einsamkeit. Er wurde nur 28 Jahren alt und hat ein grosses umfassendes Werk hinterlassen.

Portrait Giorgio Morandi

15 sx 15 cm, Acryl auf Pizzakarton

Die Bilder von Giorgio Morandi(1890 – 1964) faszinieren und erstaunen mich, machen mich sprachlos. Ich blättere und lese immer wieder in meinem für mich sehr  kostbaren Katalog vom Heydt- Museum Wuppertal 2004 “ Giorgio Morandi Natura morta 1914 – 1964″ und zitiere  aus dem Beitrag von Ursula Bode daraus   “ Die Aufgabe sei, die Bilder und Gefühle mitzuteilen, die die sichtbare Welt  in den Künstlern hervorrufe, hat Morandi gesagt und einmal mehr auf die für ihn bedeutsame Rolle von Formen, Farben, Raum und Licht hingewiesen. In Worten und Begriffen sei dies nicht zu erfassen.“ Giorgio Morandi hat es geschafft alltäglichen Gegenständen des Lebens in seinen Bildern eine solche Intensität und Ausdruckskraft zu geben, dass sie zu Metaphern werden und wie Offenbarungen erscheinen. In einzigartiger Weise hat er seinen immer wieder gleichen Gegenständen seine ganze Aufmerksamkeit und Zeit gewidmet, sie studiert, erforscht, sie in immer neuem Licht betrachtet, und ist mit ihnen in den malerischen Dialog gegangen . „Der sicherste -und rascheste – Weg zum Staunen ist der: unerschrocken immer wieder den gleichen Gegenstand fest im Auge behalten. Auf einmal erscheint uns der Gegenstand – wunderbar – so, als hätten wir ihn niemals gesehen.“  (Zitat von Cesare Paveses, welches Werner Haftmann, ein Kunsthistoriker der Morandi kannte, als Leitmotiv für einen Text zu Morandi verwendete; im Ursula Bode Beitrag ). Wäre es nicht wunderbar, dies als Metapher für uns selbst und die Menschen die wir lieben zu sehen?

Unten habe ich ein Video mit den wunderschönen Bildern von Giorgio Morandi eingestellt. Viel Freude beim betrachten! Sorry irgendwie verschwindet das Video immer wieder! Wenn Ihr es nicht sehen könnt führt Euch dieserLink zu You Tube Morandi

 

Portrait; Max Raabe

15 x 15 cm, Acryl auf Pizzakarton

Ach schön;  während ich dies schreibe höre ich seine CD „Küssen kann man nicht alleine….“  Ist ein bischen schwer, weil ich seinen Texten gerne zuhöre und multitaskin ist wohl nicht so mein Ding. Ich habe die CD geschenkt bekommen und höre sie seitdem ziemlich häufig. Sie macht sofort gute Laune, obwohl manche Lieder auch melancholische Züge haben. Eine wunderbare Mischung aus schöner Musik, einer feinen ungewöhnlichen Stimme, guten Texten und liebenswerter Ironie. Max Raabe hat so etwas köstlich verschmitztes, ich hoffe ich konnte das in seinem Portrait ein bisschen einfangen.

Georgia O‘ Keeffe; Acrylportrait

15 x 15 cm, Acryl auf Pizzakarton

Georgia O‘ Keeffe im Alter von 90 Jahren, nach einem Foto von Malcolm Varon. Die amerikanische Malerin ist besonders durch ihre Blumenbilder berühmt geworden, die zusammen mit ihren wunderbaren Landschaftsbildern ihre tiefe Verbundenheit mit der Natur ausdrücken. Deshalb hatte ich wohl das Bedürfniss ihr Gesicht in Erd- und Grüntönen zu malen. Sie sagte (Zitat):“ Eine Blume ist verhältnismäßig klein. Jeder verbindet eine Reihe von Vorstellungen mit einer Blume, mit der Idee der Blume (…) Doch in gewisser Weise betrachtet Niemand eine Blume wirklich. Sie ist so klein – wir haben keine Zeit -, zum Anschauen aber braucht man Zeit, so wie Freundschaften Zeit erfordern (…) Also sagte ich mir, ich werde malen, was ich sehe, was die Blume mir bedeutet. Aber ich werde sie gross malen und so die Leute dazu bringen, sich Zeit zu nehmen, sie zu betrachten. Ich werde sogar die geschäftigen New Yorker dazu bringen, dies zu tun.“  Bilder von Georgia O’Keeffe über diesen Link. “ Für Georgia O‘ Keeffe gab es keine Trennung von abstrakter und gegenständlicher Malerei. Zitat:“ Ein Hügel oder ein Baum macht noch kein gutes Bild, nur weil ein Hügel oder ein Baum zu sehen ist. Auf das Zusammenspiel von Linien und Farben kommt es an, dadurch entsteht Ausdruck. Für mich ist genau das die Grundlage von Malerei. Die abstrakte ist oft die eindeutigste Form für das Unbestimmte in mir, das ich nur durch malen klarmachen kann.“ Sie hatte die künstlerische Vision einer symbolischen Übersetzung ureigenster Erfahrungen in abstrakte Form und war geprägt von der Theorie und Malerei Kandinskis. Quelle: Britta Benke „Georgia O‘ Keeffe 1887 – 1986 Blumen in der Wüste“ Benedikt Taschen Verlag 1994

“Schafft Kunst Illusion” fragt Roswitha Geisler in unserer vorletzten Blogparade. Vieleicht habt Ihr Lust bis Sonntag bei ihr im Blog mitzudiskutieren.

Am Montag findet unsere letzte Blogparade bei Frank Koebsch s.u.

20.06.2011 : im Blog von  Frank Koebsch

Infos zur Blogparade bitte hier klicken

Alberto Giacometti; Acrylportrait

15 x 15 cm, Acryl auf Pizzakarton

Alberto Giacometti (10.10.1901 – 11.01. 1966) frei gemalt nach einem Foto vonMeisterfotograf Gordon Parks von dem ich einen schönen Bildband zu Hause habe. Der Schweizer Alberto Giacometti ist einer der bedeutendsten Bildhauer, Maler, Grafiker des 20. Jahrhundert.  Am bekanntendsten sind seine hochgewachsenen schmalen Skulpturen, die schon viele KünstlerInnen inspiriert haben. Darf ich Euren Blick bei diesem Bild auf die Pizzakartonstrukturen  des Bildträgers lenken? Die Linien auf der angedeuteten Sessellehne sind die in den Karton gepressten Buchstabenfragmente des Pizzakartons.

Infos  über die KunstBlogparade (KünstlerInnen, Termine, Links, bisherige Fragen, Gewinne)  und  zur Teilnahme an den Verlosungen,  vom 18.04 bis 26.06. 2011, über diesen internen Link zur Blogparade

Aktuelle Frage von Frank Hess : „Darf Kunst auch einfach nur schön sein oder braucht sie einen Kontext oder Bezug?“ Auf den Link unten klicken und mitmachen!
30.05.2011: Frank Hess
06.06.2011: Helen Königs
13.06.2011: Roswitha Geisler
20.06.2011: Frank Koebsch

Käthe Kollwitz; Acrylportrait und Hinweis zur 7. Blogparade von Frank Hess

15 x 15 cm, Acryl auf Pizzakarton

Auch Käthe Kollwitz ist eine der weltweit bedeutendsten KünstlerInnen der letzen Jahrhunderte. Ihre Zeichnungen und Skulpturen verstehen die Menschen in allen Ländern und sie benötigen keinerlei Übersetzung oder Erklärung. Am bekanntesten sind ihre Arbeiten, die die großen ernsten Lebensthemen wie Krieg, Hunger und Schmerz beinhalten, aber es gibt auch heitere  Zeichnungen z. B. zum Thema Familie von ihr. (Quelle: Ausstellungskatalog Galerie Pels-Leuden Berlin-Villa Grisebach 10.Sept.bis 10.Nov. 1990)

Da kann ich dann gleich den Bogen spannen zu unserer 7. Blogparde, die in dieser Woche im Blog von Frank Hess gestellt wird. „Darf Kunst auch einfach nur schön sein oder benötigt sie einen Bezug oder Kontext?“ fragt Frank Hess. Das gibt bestimmt wieder eine interessante Diskussion. Wenn Ihr einen Kommentar zur gestellten Frage schreibt, könnt ihr das wunderbares Tulpenbild von Frank Hess gewinnen, das ihr unten seht und ein von der Firma Hahnemühle gestiftetes Überraschungspaket. Am Sonntag werden diese beiden Preise dann von Frank Hess verlost. Ich wünsche Euch viel Glück und Spass an der Diskussion! Einfach oben auf den Namen klicken und Ihr landet in seinem  Blog.

Frank Hess

„Tulpenvase“

30 x 20 cm

Zeichnung

Tusche auf Bütten

Frida Kahlo; Acrylportrait von einer grandiosen Malerin

15 x 15 cm, Acryl auf Pizzakarton

Frida Kahlo (geb.6.Juli 1907 in Mexico, gest. 13.Juli 1954), Malerin. Bei den Blogparadenfragen wird  heiss diskutiert und natürlich beschäftigen mich die Fragen immer wieder auch während ich male. Die Fragen sind manchmal sehr existenziell, und ich brauche momentan etwas Unterstützung von Malerinnen und Malern, die mich mit ihrer Kunst schon lange begleiten und bereichern. Das gibt mir Kraft und Zuversicht. Frida Kahlo zu malen war schön. Von ihren Fotos strahlt mir eine grosse Anmut, Würde und Selbstbewusstsein entgegen. Kaum Jemanden lässt die Kunst von Frida Kahlo unberührt, da sie mitten ins Herz trifft. Eine grandiose Künstlerin, die ihr Schicksal mutig angenommen hat und in ihrer Malerei zum Ausdruck brachte.