Kleiner Hafen in Bremen und Blogparadendiskussion

15 x 15 cm, Acryl auf Pizzakarton

In dieser Woche lege ich meinen Schwerpunkt auf meine Blogparadenfrage „Welche Bedeutung haben Vorlagen für die Entstehung eines eigenständigen Bildes?” Zur Diskussion und den Kommentaren bitte hier klicken. Diese Frage liegt mir am Herzen, weil ich den Eindruck habe, dass die Vorstellung  ein Bild sei wertvoller, wenn es nach dem lebenden Modell, in der freien Natur, oder direkt aus der eigene Vorstellung erstellt wurde, in vielen Köpfen existiert. Wenn es z.B. nach einer Fotografie erarbeitet wurde sei es ja viel leichter. Meine eigene Erfahrung widerspricht dem aber. Für meine Malerei schöpfe ich gerne aus dem Vollen und ich experimentiere auch gerne. Daher arbeite ich mal nach der Fotografie von anderen, mal nach einem selbstgeschossenen Foto (das obige Bild ist nach einem eigenen Foto entstanden), mal nach einem Objekt oder nach dem lebenden Modell. Auch in der freien Natur habe ich schon viel gezeichnet, aber noch nicht gemalt.  Ich stelle Unterschiede in der Vorgehensweise fest, aber der Schwierigkeitsgrad ist bei allen Methoden ähnlic h hoch, wenn es gilt ein eigenständiges Bild zu entwickeln. Aussen vor lasse ich jetzt mal, dass es natürlich bequemer ist im Atelier zu malen, als sich Wind und Wetter auszusetzen. Ich meine rein das Ergebnis was am Ende rauskommt. Ich sage immer Abbild ist Abbild, egal woher es kommt. Und neue Bilder entstehen immer über Abbilder/Vorlagen (auch die im Kopf), die auf individuelle Weise, mit unterschiedlichen Methoden, Hilfsmitteln und Können auf das Papier gelangen. Es gibt kein Bild ohne vorheriges Abbild/Vorlage, weil kein Mensch unabhängig von  Bildern/Vorlagen Anderer oder der Natur existiert. Die Schwierigkeit besteht in erster Linie darin aus einer oder mehreren Vorlagen ein eigenständiges Bild zu kreieren. Welches Medium man dafür nutzt ist für den Prozess, das eigene Konzept, die Darstellung der eigenen Persönlichkeit von Bedeutung, aber nicht für das BildErgebnis. Oder habt Ihr eine ganz andere Meinung dazu?  Ich freue mich wenn Ihr mit diskutiert!

Infos  über die KunstBlogparade (KünstlerInnen, Termine, Links, bisherige Fragen, Gewinne)  und  zur Teilnahme an den Verlosungen,  vom 18.04 bis 26.06. 2011, über diesen internen Link zur Blogparade

13.06.2011: Roswitha Geisler
20.06.2011: Frank Koebsch

4 thoughts on “Kleiner Hafen in Bremen und Blogparadendiskussion

  1. Ja Armin, so sehe ich es auch, genau dieser Spielraum fasziniert mich an der Malerei und die Kombination mit Foto regt die Phantasie an.
    viele Grüsse

  2. Es ist ein großer inhaltlicher Unterschied, ob eine Bild vom Bild oder ein Bild nach der Natur entsteht!

    Der Schwierigkeitsgrad spielt da keine Rolle.

    http://arminrohr.blogspot.com/2011/05/doppel.html

    Ist die Figur im Hintergrund ein Bild oder ein Blick aus dem Fenster?

    Durch die Art der Malerei sind beide Figuren ähnlich in ihrer Darstellung.

    Auf dem Foto, was mir als Vorlage diente, saß die Figur im Vordergrund allerdings vor einem alten Gemälde. Die Malerei lässt andere, vermutlich auch mehrere Deutungen zu.

    Ic meine, allein die Tatsache, dass ich das Bild im Bild vom Bild gemalt habe, lässt schon viel mehr Spielraum für den Betrachter zu.

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