Strandhaus 13 und Hinweis zur 7. Kunstfrage „Darf Kunst auch einfach nur schön sein oder…….“


26 x 26 cm, Acryl auf Pizzakarton

Bis Sonntag könnt Ihr Euch noch beteiligen an der 7. Blogparadendiskussion zur Frage von Frank Hess (Link siehe unten): “ Darf Kunst auch einfach nur schön sein, oder benötigt sie einen Bezug oder Kontext?“ Am Dienstag habe ich dazu einen Kommentar in Franks Blog geschrieben den ich unten eingestellt habe. Es ist wieder eine sehr interessante Diskussion.Danach habe ich mich bemüht ein schönes Bild zu malen :-) Das Ergebnis seht Ihr oben. Ihr könnt  einen wunderbaren Tulpenstrauss von Frank Hess gewinnen und ein Paket der Firma Hahnemühle. Versucht Euer Glück! Am kommenden Montag bin ich dann dran mit meiner Frage zur Kunst!

Der Schönheitsbegriff ist einerseits kulturell geprägt und andererseits auch subjektiv. Ein Bild als schön zu bezeichnen ist daher eine Mischung aus Beidem.“ Das Bild finde ich schön“ ist glaube ich Ausdruck eines Wohlgefühls beim Betrachtenden und die wenigsten trauen sich das noch zu sagen, weil viele MalereInnen das fast als Beleidigung betrachten. Warum kann ich nicht wirklich nachvollziehen, aber auch ich bin dazu übergegangen zu sagen : „Das Bild gefällt mir“, wenn ich nur ein kurzes Feedback geben möchte. Man weiss vieleicht gerade nicht warum man ein Bild schön findet, oder hat auch gerade keine Lust nach dem Grund zu suchen. Manchmal will man sich eben eine Blume einfach nur ansehen und nicht nach der tieferen Bedeutung suchen. Geht ja auch nicht immer jeden etwas an, warum der Künstler diese oder jene Neigung des Blattes gemalt hat und in welcher Phase sie/er gerade steckte. Wenn ein Künstler will, dass der Betrachtende seine Bildaussage versteht, dann wird er es auch deutlich mitteilen; sei es im Bild oder über den Titel. Alles andere ist  entweder Unvermögen oder für das Bild und den Betrachtenden nicht wichtig, lässt aber viel Raum für Spekulation. Was wäre die Kunst ohne Spekulation? Viele finden sie ja nur dadurch spannend. Ich glaube fast alle MalerInnen habe auch „schöne“ Bilder gemalt, in denen ausschliesslich Farb- und Bildkompsition, Flächen, Linie, Hell- Dunkelkontraste etc. die grösste Rolle einnehmen und in denen der „Sinn“ des Bildes war, ein Harmonisches Ganzes zu erschaffen und etwas vom Wesen des Künstlers zu transportieren (in der Linie, im Pinselduktus). .Besonders bei den Stillleben kann man die Schönheit der Bilder  bei fast allen grossen MalerInnen bewundern. Die Schönheit bestimmter Bilder zu erkennen, braucht aber glaube ich manchmal auch eine Schulung des Auges und ist danch wieder Abhängig vom Geschmack. In diesem Sinne ist ein sehr schönes Bild zu malen  eine grosse Kunst. Her mit schönen Bildern. Ich liebe schöne Bilder. Es gibt vierle schöne Bilder. Ich versuche gleich ein schönes Bild zu malen.

Infos  über die KunstBlogparade (KünstlerInnen, Termine, Links, bisherige Fragen, Gewinne)  und  zur Teilnahme an den Verlosungen,  vom 18.04 bis 26.06. 2011, über diesen internen Link zur Blogparade

Aktuelle Frage von Frank Hess : “Darf Kunst auch einfach nur schön sein oder braucht sie einen Kontext oder Bezug?” Auf den Link unten klicken und mitmachen!
30.05.2011: Frank Hess
06.06.2011: Helen Königs
13.06.2011: Roswitha Geisler
20.06.2011: Frank Koebsch

Kleines Abstraktes und Hinweis zur 6. Kunstfrage: „Ist die Malerei ein Auslaufmodell?“

KA 4, 15 x 15 cm, Acryl auf Pizzakarton

M wie (Ur)Mutter A wie Ausdruck L wie Liebe E wie Einzigartig R wie Richtung E wie Erleuchtung I wie Inspiration.

„Ist die Malerei ein Auslaufmodell“ fragt Anna Schüler in ihrer Blogparadenwoche. Was Malerei für mich bedeuten kann, seht Ihr oben in der Assoziationskette und ich rufe, nein schreie in den Äther:“ Will Jemand, dass das ausstirbt wie die Dinosaurier?“ Na ich jedenfalls nicht! Wenn die Malerei wie im Beitrag beschrieben altmodisch sein soll, dann bin ich eben altmodisch, aber auf eine besondere Weise, und ist das dann nicht schon wieder originell:-) Wenn die Malerei nichts besonderes mehr ist, weil es fast jede/r macht, dann ist das so, weil die Malerei wie eine Sprache ist, die jede/r lernen und sprechen kann. Das haben viele erkannt und wollen  die Malsprache erlernen. Wie man z.B. auch singen ,tanzen, Gedichte schreiben e.tc. lernen kann, um sich ganz persönlich und einzigartig  auszudrücken. Ob dann daraus ein Beruf oder eine Berufung wird hängt davon ab, welchen Preis man bereit ist dafür zu zahlen, in Zeit, Geld, Selbststudium, Studium, Weiterbildung etc. und das Quentchen Begabung kann auch eine Rolle spielen. Für die Einen bleibt es ein wunderschönes, geliebtes Hobby und das ist auch gut für die sogenannte Kreativwirtschaft; die Anderen wollen damit Geld verdienen, berühmt werden und das ist  auch gut für die Kreativwirtschaft :-). Auch in der Malerei gibt es sehr viele Menschen, die sie als Berufung sehen, die sehr viel dafür investieren und auch sehr gut sind. Die Konkurrenz ist  hoch und schläft nicht. Gleichzeitig verliert die Malerei ihren Status etwas Besonderes zu sein. Das schmerzt,  aber das ist in fast allen beruflichen Kreativ- und auch in vielen anderen Bereichen so. Es gibt kaum noch etwas, das nur wenige machen und daher etwas besonders ist.  Auf der anderen Seite, konnten glaube ich noch nie so viele Menschen mit der Kreativität Geld verdienen, das ist doch super. Je mehr Menschen malen, desto mehr Menschen lernen etwas über Kunst, lernen die eigenen Fähigkeiten einordnen, die Malerei besser einschätzen und können vieleicht dann  manchmal mit Recht  behaupten:“ Dass kann ich auch“ oder aber auch:“ da hat ein KünstlerIn enorm viel investiert/Talent. Ausserdem ist es für die Seele gut sich kreativ auszudrücken und kann zur Gesundung der Gesellschaft beitragen (da spricht die ehemalige Sozialpädagogin aus mir). Ich finde unsere Gesellschaft kann jede Form der Gesundung gut gebrauchen. Was ich eigentlich sagen will ist folgendes: Malerei: Wunderbar, nicht beirren lassen, weitermachen…und Alles ist letzlich ein Auslaufmodell und geht in den ewigen Kreislauf über. Neue Ausdrücksformen finden ist gut, aber das hat schon immer zur Kunst gehört, auch in der Malerei, ich würde sogar sagen, dass es der Motor der Kunst ist. Es ist aber wichtig, dass es zur eigenen Persönlichkeit past, damit es authentisch (was immer das ist) bleiben kann. Bis Sonntag könnt Ihr noch mit diskutieren und eine wunderbare Abstraktion von Anna Schüler gewinnen (indem Ihr einen Kommentar zur Frage in ihrem Blog schreibt) und ein Überraschungspaket der Firma Hahnemühle. Also hier auf den Link zu Annas Blog klicken und  mitmachen!

Strandhaus 12 und Textauszug: „Der wahre Künstler“ von Hermann Lismann

26 x 26 cm, Acryl auf Pizzakarton

So eine Hütte für sich allein am Strand, wäre schon schön oder?

Ich möchte noch ein bischen bei der Blogparadenfrage von Susanne Haun bleiben und hier einen Textauszug des Malers Hermann Lismann( geb. 1878 gest. 1943 im KZ Maydanek) aus seinem Buch: Wege zur Kunst: Betrachtungen eines Malers (1920 Verlag für Praktische Kunstwissenschaft F. Schmidt) vorstellen, in dem es ein Kapitel mit der Überschrift „Der wahre Künstler gibt“. Ich habe dieses Buch auf dem Flohmarkt gefunden und lese immer wieder darin und versuche seine Gedanken zu verstehen. Nach meiner Rechersche wird das Buch nicht mehr verlegt und es ist mir eine besondere Ehre seine Gedanken hier zu zitieren, zeigt es doch, dass die Nazis Hermann Lismann in ihrem Wahn ermodet haben (wie die Tänzerin Tatjana Barbakoff die ich gemalt habe, konnte er zuerst nach Frankreich fliehen, aber auch ihn hat niemand beschützen können), aber seine Gedanken zur Kunst konnten sie nicht auslöschen und einige seiner Bilder sind auch erhalten geblieben.

„Der Wahre Künstler“ : von Hermann Lismann Biographie

„Der wahrhaft bedeutende Künstler kennzeichnet sich vor allem dadurch, dass er sich im Wahrnehmen der großen Zusammenhänge, im Erkennen der ewigen Grundsätze nicht irrt, und dass er mit allen ihm und seiner Zeit zu Gebote stehenden Kräften darauf hin arbeitet, etwas Starkes und Tiefes zu schaffen. Viele tausende von „Künstlern“ suchen und grübeln, hoffen und frohnen; aber sie irren und sind schwach: sie folgen einer falschen Fährte, fahren in versandete Geleise ein, verlieren sich in Sackgassen, Hohlwegen, endlosen Wüsten. Doch sie fahren immer beharrlich weiter und machen sich und die anderen glauben, dass sie auf der richtigen Strasse sind. Es ist nicht das Talent an sich , das den Künstler macht, auch nicht die Arbeit, die Schule, nicht der Charakter, die Phantasie, das Temperament oder der Intellekt – sondern die h a r m o n i s c he  V e r e i n i g u ng  all dieser Faktoren. Besonders aber benötigt der wahre Künstler mehr als all diese Veranlagungen und Bedingungen, die beständige Tendenz nach dem richtigen Ziel: der wahren Erkenntnis. Wie in der religiösen Betätigung, so ist auch in der künstlerischen die Offenbarung das Wichtigste. Wem diese Erleuchtung einer unbekannten Macht fehlt, der muss trotzt des blendenden Talentes, trotz aller Energie, aller Kraft des Geistes und des Temperaments, trotz der anstrengendsten Arbeit darauf verzichten, in den Tafeln der Ewigkeit, selbst nur mit dem kleinsten Worte erwähnt zu werden. Die Künstler sind wie die Bauern, die Kunst wie die Fliege:   “ Warte ich werde dir…..!“ sagte der Bauer und fuhr mit der Hand nach ihr – aber sie surrte unbehindert fort. „Und ich muss dich kriegen!“ schrie der Bauer und stieg auf einen Stuhl…….. „He, ich hab‘ sie!“ rief ein anderer, die geschlossene Faust vorweisend, “ ich bin’s gewiß, ich hab‘ sie!“ Und er macht die Hand nie auf und weiß, daß er sie hat. Wenn er aber doch einmal die Hand öffnete und sie leer fände? – Das tut er eben nicht. Ein anderer schlug nach der Fliege: “ Flapp, ich will Euch zeigen, wie ich sie kriege!“ Und der Flegel schlug die Fliege tot. Unde dem vierten flog die Fliege an der Nase vorbei zum Fenster hinaus.“

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Die nächsten Blogparaden:
23.05.2011: Anna Schüler
30.05.2011: Frank Hess
06.06.2011: Helen Königs
13.06.2011: Roswitha Geisler
20.06.2011: Frank Koebsch

Joseph Beuys und 5. Kunstfrage: „Wer oder was ist ein Künstler und warum?“

15 x 15 cm, Acryl auf Pizzakarton

Am Freitag habe ich dieses Portrait von Joseph Beuys (geb. 1921 gest. 1986) gemalt, da kannte ich die heutige Kunstfrage von Susanne Haun auch noch nicht, und es passt total gut zur Frage, denn Joseph Beuys soll gesagt haben:“ Jeder Mensch ist ein Künstler“. Diesen Auspruch des weltweit bekannten und berühmten Künstlers kennt glaube ich Jede/r. Aber hat er es wirklich so gesagt, oder wurde dieser Satz aus dem Zusammenhang gerissen? Joseph Beuys war ein höchst, auch handwerklich, ausgebildeter Künstler, u.a. war er Meisterschüler von Ewald Mataré, seine Kunst war durchdacht, intellektuell, sozial engagiert und auf  höchstem Niveau. Er war Lehrer für angehende, studierende Künstler. Er soll streng gewesen sein und seinen Schülern viel abverlangt haben. Dieser  Ausspruch passt nicht zu ihm. Ich glaube er hat gemeint. JEDER MENSCH IST KREATIV. Und das würde ich so unterschreiben! Bis aus dieser angeborenen Option eine Künstlerin oder ein Künstler entsteht, ist es ein etwas weiterer Weg (wie in anderen Berufungen auch), der auf die unterschiedlichste Weise  gegangen wird. Die Frage von Susanne Haun:Wer oder was ist ein Künstler und warum?“ bietet viel Diskussionsstoff und es geht bestimmt rund in Susanne Hauns Blog. Ihr könnt eine wunderbare Zeichnung s. u. von Susanne gewinnen (indem Ihr einen Kommentar zur Frage schreibt) und ein Überraschungspaket der Firma Hahnemühle. Also oben auf den Link zu Susannes Blog klicken und  mitmachen! Ich kann als Teilnehmende diesen wunderschönen Engel ja leider nicht gewinnen, aber Ihr! Wie ich mich selbst bei dieser Frage sehe und einordne, schreibe ich in den nächsten Tagen und ich mache natürlich auch mit im Blog von Susanne.

Susanne Haun „Wachender Engel“ ,17 x 24 cm

Stillleben mit Vase

15 x 15 cm, Acryl auf Pizzakarton

Gestern wählte ich für dieses Stillleben eine etwas verhaltenere Farbigkeit kombiniert mit schwarz/weiss. Die Vase habe ich einmal von meiner lieben Malkollegin Elsa zu einer Vernissage geschenkt bekommen, den Apfel habe ich heute Morgen gegessen, und die Zwiebeln werden heute Abend verbraten.

Im Blog von Conny Niehoff geht es noch bis Sonntag  um die Frage “ Sollte Kunst erschwinglich sein“ . Es wird sehr angeregt diskutiert und auch für rein Kunstinteressierte ist es bestimmt spannend ein bisschen vom Alltag der MalerInnen zu erfahren. Es sind bereits 100 Kommentare! Am Sonntag wird ein wunderbarer Rückenakt von Conny Niehoff verlost und ein Überraschungspaket der Firma Hahnemühle. Klickt einfach oben auf Connys Namen. Mein Diskussionsbeitrag lautete so:  „Hier wurde schon so viel dazu geschrieben und ich sitze hier und nicke mit dem Kopf. Die Kunst sollte auf jeden Fall entsprechend honoriert werden. Die Frage ist wie, nach welchen Kriterien, und wer kauft es. Ich persönlich lehne es ab Kunst nach Quadratmeterpreisen anzubieten. Nachtrag: Ich meine damit, dass ich es nicht mag, wenn Kunst sozusagen am Meter verkauft wird, als wäre sie ein Teppich oder eine Tapete von der Rolle.  An einem kleinen Bild (kleine Pinsel) sitzt man evtl . genauso lang wie an einem Grossen (grosse Pinsel). Das weiss ich aus eigener Erfahrung. Trotzdem ist klar, dass grosse Bilder teurer sind, aber die Grösse sollte nicht einziges Kriterium sein. Da muss wohl jeder seine eigenen Kriterien finden und es ist ja auch sehr unterschiedlich vom Aufwand her. Marketingstrategien sind glaube ich auch sehr wichtig in der Kunst, wenn man etwas verkaufen will, muss man sich wohl damit auseinandersetzten. Jede/r MalerIn muss, denke ich, ein Gleichgewicht finden zu erschwinglichen Preisen und geleisteter Arbeit.

Orchidee und Hinweis zur Kunstfrage von Oliver Kohls

15 x 15 cm,Acryl auf Pizzakarton

Das Thema kräftige Farbigkeit kombiniert mit Schwarz habe ich auch bei diesem Bild verfolgt.

Die Blogparade ist im vollen Gange und auch bei Oliver Kohls Frage:“Braucht Kunst eine handwerkliche Grundlage?“ gibt es schon viele Kommentare! Meine Meinung dazu habe ich so formuliert: “ Einem beeindruckendem Kunstwerk sieht man nicht unbedingt an, ob eine handwerkliche Grundlage ausschlaggebend war z.B. Bilder von Helen Frankenthaler oder Bilder von Mark Rothko (beides handwerklich sehr fundierte Künstler), aber ein beeindruckendes Kunstwerk ist ohne einen gewissen Geist/Zauber/Seele nicht denkbar. Auf der anderen Seite kann ein handwerklich phänomenal gutes Werk ohne eine persönliche Aussage sein und nur handwerklich beeindruckend. Dennoch glaube ich, dass KünstlerInnen die es mit der Kunst ernst  meinen,( fast) immer auch handwerkliche Grundlagen wollen und sie sich meist mit viel Disziplin und Ausdauer (und Freude) aneignen, egal wie. Man kann dann besser aus dem Vollen schöpfen, und muss aber aufpassen, dass das Handwerkliche keine zu große Rolle einnimmt.“ Wenn Ihr Euch an der Diskussion beteiligt, könnt Ihr ein wunderbares Bild von Oliver Kohls gewinnen (siehe Diashow oder Infolink)) oder ein Überraschungspaket der Firma Hahnemühle. Klickt einfach auf folgenden Link! Oliver Kohls

Weiter Infos  über die KunstBlogparade (KünstlerInnen, Termine, Links, bisherige Fragen, Gewinne)  und  zur Teilnahme an den Verlosungen,  vom 18.04 bis 26.06. 2011, über diesen internen Link zur Blogparade

Glaskanne und Hinweis zur Kunstfrage von Julia Tepasse

15 x 15 cm, Acryl auf Pizzakarton

Meine Glaskanne, in der ich frisches Wasser aufbeware, diente mir bei diesem Bild als Model. Ich arbeite gerade an einer Stilllebenserie.  Unsere Blogparadenaktion mit den Fragen zur Kunst 1. von Andreas Mattern „Ist es notwendig in der Malerei seriell zu arbeiten“, und die in dieser Woche laufende Frage von Julia Tepasse “ Ist es wichtig in der Kunst konzeptionell zu arbeiten“, inspirieren mich zusätzlich und regen meine geistige Auseinandersetzung mit obigen Fragen an. Eine spannende Sache und ich kann nur empfehlen mitzumachen!

Einfach hier: Julia Tepasse A is for Art klicken und Ihr landet direkt bei der Frage von Julia! Wenn Ihr einen Kommentar zur Frage schreibt qualifiziert Ihr Euch zur Teilnahme und könnt die wunderbare Collage von Julia Tepasse oder ein Überraschungspaket der Firma Hahnemühle gewinnen! Ich habe meinen Kommentar zur Frage kopiert und unten eingestellt. Seht Euch auch die anderen an, es ist sehr interessant.

Frage von Julia Tepasse: „Ist es wichtig in der Kunst konzeptionell zu arbeiten?“

Hallo Julia, interessante Frage und Diskussion!
Für mich hat konzeptionelles Arbeiten immer mit erforschen zu tun. und dabei ist dann der Weg des erforschens gleichwertiger Teil des Kunstproduktes. Es ist der wissenschaftliche Teil in der Kunst und kann neue Räume für KünstlerInnen eröffnen. In diesem Sinne finde ich ihn wichtig. Ganz eng betrachtet glaube ich aber auch, dass Erwachsene nicht völlig frei von zumindest leichten Konzepten (Papierauswahl etc)sein können, dass können glaube ich nur kleine Kinder in der freien Natur. lieben Gruss Helen, eine von den 10 Blogparadlern.

Weitere Infos zur KunstBlogparade vom 18.04 bis 26.06. 2011, über diesen internen Link zur Blogparade

Blogparade: 10 Künstler; 10 Fragen zur Kunst; 10 Hauptgewinne

Heute möchte ich Euch eine  Blogparade ankündigen, an der ich beteiligt bin und in der für Euch tolle Preise zu gewinnen sind! 10 Künstler haben sich zusammengeschlossen, um alle LeserInnen ihrer Blogs einzuladen, mit uns 10 Fragen zur Kunst zu diskutieren. Als Gewinn für die Teilnehmenden, verlost jeder Künstler in Eigenregie ein Bild von sich (Bilder s.u.) Die Firma Hahnemühle unterstützt die Blogparade mit 10 Überraschungspaketen die ausgelost werden! Innerhalb von 10 Wochen stellt nacheinander jeweils ein Künstler in seinem Blog eine Frage zur Diskussion, und verlost am Ende seiner Woche ein Bild s.u. und ein Überraschungspaket, an die Teilnehmenden. Ihr qualifiziert Euch  zur Teilnahme, indem Ihr einfach einen Kommentar zur Frage schreibt! Im jeweiligen Blog auf Kommentar klicken, Name angeben (sichtbar), Kommentar schreiben, auf senden klicken und schon nehmt Ihr teil ! Beginn immer Montags. Termine siehe unten, Verlosung Sonntags darauf. Warum machen wir diese Aktion? In anderen Zusammenhängen gibt es Blogparaden schon länger und Susanne Haunund Frank Koebsch haben gemeinsam die Idee entwickelt, dass es auch für Künstler eine gute Sache sein kann, auf ihre  Kunst aufmerksam zu machen und einen interessanten Austausch über Kunst zu haben. Ich bin eingeladen worden dabei zu sein und freue mich sehr darüber und auf diese Wochen, und ich hoffe Ihr beteiligt Euch an dieser Aktion. Ich wünsche Euch viel Spass dabei und wünsche den Teilnehmenden viel Glück bei den Verlosungen. Ab heute weise ich jeden Montag auf den Künstler hin, der seine Frage zur Kunst, zur Diskussion stellt, zeige das Bild welches wann verlost wird, und setzte einen Link zum entsprechenden Künstler. In der Woche ab dem 06.06.2011 bin ich dann hier im Blog an der Reihe!

Start der Blogparade Künstler / ausgelobter Preis


Tabelle von Frank Koebsch, Danke!

Die Links über den Bildern führen direkt

zur Frage des Künstlers!

18.04.2011

Seine Frage zur Kunst lautete:

„Ist es in der Kunst notwendig seriell zu arbeiten?“

Dieses Bild hat einen glücklichen Gewinner.

Andreas Mattern

„Prag 2“

Farbradierungen/Aquatinta

3 Platten, auf Hahnemühle Kupferdruckpapier

15 x 20 cm, 2010

25.04.2011


„Ist es in der Kunst wichtig konzeptionell zu arbeiten?“

Dieses Bild hat einen glücklichen Gewinner.

Julia Tepasse

„auftrieb“

collage//paper on canvas

10 x 10 cm, 2010

02.05.2011

„Braucht Kunst eine handwerkliche

Grundlage?“


Dieses Bild hat eine glückliche Gewinnerin!

Oliver Kohls

Harlingen“

Pastell auf Sandpapier,

ca. 40 x 30 cm, 2011

09.05.2011


„Sollte Kunst erschwinglich sein?“


Dieses Bild hat einen glücklichen Gewinner!


Conny Niehoff

„Rückenakt“

32 x 24 cm,

Hahnemühle Burgund

16.05.2011


Wer oder was ist ein Künstler und warum“


Dieses Bild hat eine glückliche Gewinnerin.

Susanne Haun

„Wachender Engel“,

Zeichnung 17 x 24 cm,

Tusche auf Hahnemühle Burgund, 2011

23.05.2011

“ Ist die Malerei ein Auslaufmodell?“

dieses Bild hat einen glücklichen Gewinner

Anna Schüler„Zwischen den Zeiten VI“

Format A4,

Tusche auf Bütten, 2010

30.05.2011

“Darf Kunst auch einfach nur schön sein oder benötigt sie einen Bezug oder Kontext?”

Dieses Bild hat eine glückliche Gewinnerin!

_Frank Hess

_

„Tulpenvase“

Zeichnung 30 x 20 cm,

Tusche auf Bütten, 2011

06.06.2011


Welche Bedeutung haben Vorlagen für die Entstehung eines eigenständigen Bildes?“

Dieses Bild hat eine glückliche Gewinnerin.

Helen Königs

„Strandhaus 6“,

Acryl auf Pizzakarton; genäht auf Passepartout, 15 x 15 cm, 2011

13.06.2011

aktuelle Frage:

Schafft Kunst Illusion

dieses Bild hat eine glückliche Gewinnerin!

Roswitha Geisler_

„Jimi Hendrix – Hush“ wasservermalte Pastellstifte, Graphit und Tinte auf Bütten von Hahnemühle 30 x 21 cm,

Größe der Zeichnung ca. 15 x 15 cm


20.06.2011

Aktuelle Frage:

Sind Aquarelle Kunst?

Frank Koebsch

„Kranich“

Miniatur in Aquarell auf Hahnemühle Aquarellpostkarte

10,5 x 15 cm, 2011

Annäherung an David

Davidinterpretation, 15 x 15 cm, Acryl auf Pizzakarton

In der Zeitschrift Kunst & Material März/April `10 habe ich einen interessanten Artikel über den Kunstwissenschaftler Prof. Dr. M. Bockemühl (1943 – 2009) von D. Hornemann v. Laer gelesen. Es ging um die Wahrnehmung von Kunst, um Sehen lernen. Sich der eigenen Wahrnehmung vorbehaltlos anzuvertrauen und auf alle vorgedachten Sicherheiten zu verzichten. Studenten sollten sich die berühmte Skulptur des David von Michelangelo, nicht die üblichen drei Minuten, sondern drei Stunden, ansehen. Sie sollten sich auf dass konzentrieren, was sich im Anschauen unmittelbar zeigt. Die Wahrnehmung, neben dem Denken, als Erkenntnisquelle nutzen lernen, ist das Anliegen von M. Bockemühl, so habe ich das jedenfalls verstanden. Er hat den Grundstein gelegt für eine Wahrnehmungswissenschaft. Das gefällt mir sehr, weil diese Vorgehensweise hilft, vorurteilsfreier die Dinge betrachten zu können. Einen ähnlichen Prozzess erlebe ich in der gegenständlichen Malerei. Man konzentriert sich auf dass, was man sieht,  schaltet das Denken weitestgehend aus und befindet sich in einem vorurteilsfreiem, wunderbarem Zustand. Mehr über Michael Bockemühl auf Wikipedia.

Stierkopf

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Stier 003-1Stier 002-1Stier 006-1Stier 007-1

Stierkopf, 02/’10, a 10,5 x 14,5 cm, Acrylauf Pizzakarton

Diese Serie habe ich nach einem Stierkopf aus Bronze aus der 2. Hälfte des 3. Jahrtausends v.u. Z. aus einem Buch über sumerische Kunst gemalt. Der Stier ist ein unglaublich symbolträchtiges Tier, mit dem sich schon viele Künstler jedweder Zeit auseinandergesetzt haben. Beim Malen schossen mir die unterschiedlichsten Bilder durch den Kopf, von Stierkämpfen über die alten griechischen Mythen; die Vewandlung des Zeus in einen Stier/die Verführung und Raub der Europa.  Aber nur als vage Puzzleteile (und über wunderschöne Bilder von Tizian bis Beckmann) da ich mich nie intensiver damit beschäftigt hatte. Dies haben Andere getan und ich finde das ziemlich interessant. Hier ein paar Links zum Thema. Wikipedia zum Thema Mythos Europa/Stier Ulrike Ottinger hat sich künstlerisch damit auseinandergesetzt und Annette Kuhn (Pdf Datei) ist für den Verein Haus der Frauengeschichte ( HdFG), auf historische  Spurensuche aus Sicht der Frauen gegangen und hat einen sehr wertvollen Beitrag zur Frauenforschung und historischem Frauen Wissen geleistet.

Ich bin eigentlich kein besonders intellektueller( wie schrieb man das noch gleich?) Mensch (ich liebe Serien wie King of Queens und Fran Fine; also bitte…), aber  meine Liebe zur Kunst führt mich auch zu obigen Themen und es ist eine echte Bereicherung.

Abstrakte Lieblinge

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AIKF, ’07, 11,5 x 16 cm, Acryl auf Pizzakarton

Diese abstrakte Serie erzählt für mich eine Geschichte die etwas mit Japan zu tun hat ( meine derzeitigen Lieblingsbilder). Das Schöne an der intuitiven Malerei ist, dass man selbst nicht genau weiss, was am Ende dabei herauskommt. Dass macht es  spannend und während des Malprozesses auch aufregend. Das Schwierige dabei ist, den Geist möglichst weit aussen vor zu lassen und ihn zu beruhigen, wenn er z.B. Einwände einbringt wie:….dass geht doch gar nicht…..dass entbehrt jeder perspektivischen Grundlage….oder ….halt stopp da war gerade so ne schöne Stelle.  Sich von der geistigen „Kontrollinstanz“ freundlich zu distanzieren, sie aber auch nicht völlig aussen vor zu lassen, ist für mich in der abstrakten Malerei  eine besondere Herausforderung und die Vorraussetzung um der Intuition die Chance zu geben sich einzubringen.  Wikipedia zu Intuition.

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Kleine Abstrakte und Ausstellungstip Bremen

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AIKF 2, ’09, 16,5 x 11 cm u. 16,5 x 16,5 cm, Acryl auf Pizzakarton

Ehrlich gesagt stehe ich selbst vor dieser Bilderreihe wie jemand, der sagt: “ Was will uns die Malerin denn jetzt damit sagen? Die Wahrheit ist, dass ich in dieser Reihe intuitiv mit Linie und Farbauftrag gespielt habe. Hier ein Strich, dort ein Farbauftrag und das Ganze immer wieder hin und her, bis ich der Meinung war, eine gewisse Harmonie und auch Spannung erreicht zu haben. Fertig! Dass wars! Keine weiteren Erklärungen notwendig. Dass ist das Schöne an der Abstraktion; gleichzeitig aber auch das Schwierige, da die Abstraktion dadurch als etwas Willkürliches erscheinen kann und schnell, aber auch verständlicherweise, als „Nichtkunst“ angesehen werden kann. Im kunsthistorischen Kontext kann man abstrakte Kunst besser verstehen lernen und steht nicht wie der Ochs vorm Berg, wenn man z.B. vor einem blauen Bild (Yves Klein) oder schwarzem Quadrat ( Kasimir Malewitsch) steht; mehr zum Thema über Wikipedia zum schwarzen Quadrat u.Abstrakte Malerei

Meine Abstraktionen würde ich der- Lyrischen Abstraktion-; der informellen Kunst, zuordnen, die für den Ausdruck einer intuitiven  Kreativität steht.

Die 2. Form ungegenständlicher Malerei wird als- Konstruktive Abstraktion– bezeichnet; hier werden geometrische Ordnungsstrukturen verbildlicht.

Das blaue Bild von Yves Klein und Bilder konstruktiver Abstraktionen von Piet Mondrian befinden sich zur Zeit in der schönen Ausstellung „Farbwelten von Monet bis Yves Klein“ in Bremen im Paula Modersohn-Becker Museum

Die Ausstellung ist nur noch zu sehen bis zum 24. Januar 2010

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